400 € Schadenersatz wegen unberechtiger Fotonutzung

Unsere Mandantin hat sich an einer Brautmodenschau beteiligt und war im Anschluss daran von einem Fotografen, welchen der Veranstalter beauftragt hatte, fotografiert worden. Die Bilder sollte unsere Mandantin zur Erinnerung erhalten.

Jahre später sah sich unsere Mandantin auf einer großen Anzeigenseite einer Tageszeitung wieder. Da die Zeitung mit Ihrem Foto Geld verdiente, wollte unsere Mandantin hiervon selbstverständlich etwas ab haben. Maßgeblicher Ansatzpunkt war ein Verstoß gegen § 22 KUG (Kunsturhebergesetz). Hierin heißt es:

„Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden.“

Die Rechtslage ist eindeutig. Der Verlag ist zum Schadenersatz verpflichtet. Doch wie berechnet sich der Schaden? Im Urheberrecht gibt es die sog. Lizenzanalogie. Ein Schaden misst sich danach grundsätzlich nach der Höhe der Lizenzkosten, welche üblicherweise für die Nutzung eines Fotos o.Ä. bezahlt werden.

Diese Lizenzanalogie findet auch für vorliegenden Fall Anwendung. Es ist also darauf abzustellen, welches Honorar das Model erhalten hätte, wenn die Bilder im Rahmen eines Auftrages speziell für die Anzeige gefertigt worden wären. Hierbei spielen viele Faktoren eine Rolle. Auflage der Zeitung, Größe des Bildes, Zweck der Nutzung, usw.

Im vorliegendem Fall konnten wir uns mit dem Verlag auf eine Zahlung von 400,00 € zzgl. der angefallenen Rechtsanwaltskosten einigen.

Wurde auch Ihr Foto unrechtmäßig genutzt? Oder haben Sie den Verdacht, dass Ihr Foto im Internet genutzt werden könnte? Sprechen Sie uns an! Wir finden Ihr Foto und können Ihnen berechnen, welches Honorar Ihnen hierfür zusteht.

Ihr Rechtanwalt Florian Schuh

elixir rechtsanwälte | martens & partner
Tel.: (069) 95 92 91 91 0
fragen@recht-hilfreich.de

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