Fotograf muss Kundenwunsch erraten. Hellseher gesucht!

Eine Vereinbarung über ein bestimmtes Format beauftragter Fotos gab es nicht. Das Amtsgericht München hat jetzt entschieden, dass ein Fotograf das gewünschte Format im Zweifel selbst erkennen muss.

Ist für einen Fotografen eindeutig erkennbar und offensichtlich, dass eine Aufnahme im Querformat gewünscht ist, wird dieses Format Vertragsinhalt, auch wenn dies nicht eindeutig schriftlich vereinbart wurde.

Der Auftraggeber hatte Hotelbilder für einen Architektenkalender geordert. Als Format wurden folgende Maße vereinbart: mindestens 440 x 320 mm in 300 dpi. Der Fotograf fertigte zwei Fotos im Hochformat und eines im Querformat mit der Bemerkung, diese stellten nur ein paar Impressionen dar. Der Auftraggeber wählte aus den Fotos eine Perspektive des Gebäudes. Im Anschluss daran lieferte der Fotograf dem Kunden mehrere Fotos im Hochformat.

Die Fotos wollte der Auftraggeber aber nicht abnehmen, schließlich habe er Fotos im Querformat bestellt. Das Amtsgericht entschied, dass Fotos im Querformat beauftragt wurden. Der Wunsch nach Querformat sei ersichtlich gewesen. Im Zweifel hätte der Fotograf nachfragen müssen.

Verlassen Sie sich nicht auf vermeintlich klare Absprachen. Eine saubere vertragliche Regelung erspart Ihnen viel Ärger, Zeit und Geld. Wir beraten Sie gerne!

Ihr Rechtanwalt Florian Schuh

elixir rechtsanwälte | martens & partner
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