Kosten und Risiko bei Umsatzsteuer: Wann brutto, wann netto in der Rechnung?

Die Umsatzsteuer zählt unter Experten zu den anspruchsvollen Steuerarten, die durchaus Unternehmer und Selbständige an den Rand der Verzweifelung treiben können. Wann gilt Brutto-, wann die Netto-Abrechnung?

Maßgeblich ist nach den neuen Vorschriften innerhalb der Europäischen Union die Bestimmung des Leistungsortes. Beispiel: Eine Speditionsfirma schickt an Firmenkunden im EU-Ausland nur noch Netto-Rechnungen. Die ausländischen Auftraggeber zahlen dann die fällige Umsatzsteuer im eigenen Land. Das ganze läuft unter der Fachbezeichnung „reverse charge„. Der Vorteil: Hier läßt sich richtig deutlich Liquidität schonen.

WICHTIG: Es muß ein Hinweis auf die Rechnung, daß die Steuerschuldnerschaft nach § 13 b UStG auf den Kunden übergeht! Passen Sie bei der Rechnungslegung genau auf, denn Fehler können schnell hohe Nachforderungen durch das Finanzamt auslösen. Daher am besten nur gemeinsam mit einem versierten Berater die reverse charge Option nutzen, denn es gibt auch Ausnahmen, bei denen diese Option nicht greift.

Haben Sie Fragen zur Umsatzsteuer? Wissen Sie, daß auch Mediziner eine Umsatzsteuerpflicht treffen kann? Rufen Sie uns an: Telefon: (0 69) 95 92 91 91-0 oder mailen Sie uns: fragen@recht-hilfreich.de. (Weitere Kontaktdaten im Impressum: www.recht-hilfreich.de/impressum).

Ihr

RA Uwe Martens

elixir rechtsanwälte | martens & partner

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