Unzulässige Mahnungen: Gerichtsvollzieher künftig im außergerichtlichen Inkasso?

Aktuell wird über das Gerichtsvollzieherwesens diskutiert. In diesem Zusammenhang wurden auch wieder die Fragen rund um die rechtlich oft zweifelhaften Mahnungen, manche sogar von Inkassobüros ausgehend, diskutiert. In den Schreiben werden oftmals mehr oder minder subtile Drohungen ausgesprochen, die bei seriösen Anbietern auf Unverständnis stoßen, da der Forderungseinzug auch ohne großartige Drohungen gelingt. Wer zu Drohmitteln greifen muß, versteht oft zu wenig von dem Rechtssystem, um zu erkennen, daß mit Konsequenz und guter Vorarbeit Forderungen meist über kurz oder lang durchgesetzt werden können.

Drohungen in Mahnungen oder Inkassoschreiben helfen selten, die Zahlungsbereitschaft zu beschleunigen. Vielmehr begibt man sich in einen durchaus auch strafrechtlich riskanten Bereich, der einem einen ungewollt engeren Kontakt mit der Staatsanwaltschaft und unserem Justizsystem bescheren kann. Dann wird plötzlich der Verfolger selbst zum Verfolgten. Daher: Lassen Sie es einfach bleiben, Wenn-Dann-Androhungen in Mahnungen und Inkassoschreiben aufzunehmen. Es genügen nüchterne Fakten: seit wann ist die Zahlung offen, welche Zinsen sind zwischenzeitlich angelaufen und worauf basiert die Forderung.

Die oft ungezügelten Vorgehensweisen von Laien und wenig seriösen Inkassounternehmen waren auch Anlaß, in der Begründung zum Abschlußbericht zur Reform des Gerichtsvollzieherwesens auf das Ungemach mit solchen Mahnungen hinzuweisen. Demgegenüber garantiere der Gerichtsvollzieher durch seine Position, daß das vorgerichtliche Mahnverfahren in rechtlich einwandfreien Schritten ablaufe. Schließlich kursiert die Überlegung, ob Gerichtsvollzieher nicht bereits im Vorfeld eines Klageverfahrens eingesetzt werden sollen. Gerichtsvollzieher statt Inkassounternehmen? Das erscheint wenig sinnvoll, denn Einzelheiten über die richtige Formulierung einer Mahnung erfahren Sie bei jedem Anwalt.

Erfolgreiche Mahnungen beachten in der Regel zumindest folgende Punkte:

  1. Es fehlt an Nummerierungen in der Mahnung.
  2. Es werden exakt Rechnungsnummer, Rechnungsinhalt, Rechnungsbetrag und Fälligkeitszeitpunkt genannt.
  3. Verzugszinsen werden angekündigt und berechnet.
  4. Es werden exakte Zahlungstermine mit Wertstellungstermin genannt.
  5. Es wird nur einmal und das deutlich darauf hingewiesen, daß es sich um die letzte Zahlungsaufforderung handelt.

Bevor Sie eine Forderung verloren gehen lassen, können Sie uns nach den Erfolgschancen der Beitreibung befragen. Rufen Sie uns einfach an oder mailen Sie uns! Wir beraten Sie wirklich gerne! Getreu dem Credo: Unser Einsatz ist Ihr Gewinn!

Telefon: (0 69) 95 92 91 91-0 oder mailen Sie uns: fragen@recht-hilfreich.de. (Weitere Kontaktdaten im Impressum: www.recht-hilfreich.de/impressum).

Ihr
RA Uwe Martens

elixir rechtsanwälte | martens & partner
RA Uwe Martens
(0 69) 95 92 91 91-0

 

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