Abwehr von Bankenforderungen: Beweise sichern, Rechte einklagen

Die dunklen Wolken ziehen am Horizont schon wieder auf. Der Bankensektor wackelt wieder verdächtig stark. Daher drohen (erneut) harten Maßnahmen gegen Bankkunden, die Kredite, Darlehen oder andere Verbindlichkeiten bei Banken haben. Es werden seitens der Bank bald wieder gehäuft die Fragen nach Neubewertung der Sicherheiten, Nachbesicherung bzw. weiteren Sicherheiten und einem höheren Zinssatz gestellt werden, gleichgültig wie treubrav man bisher seine Verbindlichkeiten bedient hat.

Was können Sie nun dagegen machen?

Hier ein paar erste Ratschläge und Orientierungshilfen – eine kleine Top Ten – beim Umgang mit Banken:

  1. Sichern Sie auf jeden Fall frühzeitig die Beweise – sowohl die Beweise für Gespräche als auch für Empfehlungen und Handlungen der Bank. Nehmen Sie z. B. einen Bekannten mit zu den Terminen bei der Bank (möglichst nicht aus der Verwandtschaft). Bestätigen Sie mündliche Vereinbarungen mit der Bank schriftlich und sorgen Sie für einen sicheren Zugangsnachweis.
  2. Hinterfragen Sie die Empfehlungen der Bank und ziehen Sie Rat von dritter Seite hinzu (Steuerberater, Bankanwalt, Vermögensberater auf Stunden- nicht auf Provisionsbasis etc.) BEVOR Sie sich für eine Anlageform, einen Kredit oder eine andere vertragliche Vereinbarung mit der Bank entscheiden.
  3. Geben Sie gegenüber der Bank unter keinen Umständen eine Bürgschaft für ein Mitglied der Familie ab. Sorgen Sie vielmehr dafür, daß ein Familienmitglied sich überhaupt nicht verschuldet und als finanzieller Rettungsanker in der Not zur Seite steht.
  4. Zeichnet sich Ärger mit der Bank ab? Gehen Sie FRÜHZEITIG zu einem auf Forderungsangelegenheiten (Bankfragen, Zivilrecht, Inkasso etc.) spezialisierten Anwalt und legen Sie ihm umfassend Ihre vollständige Unterlagen vor. Vereinbaren Sie für die außergerichtliche Beratung eine frei aushandelbare Pauschale oder einen Stundensatz mit Stundenbegrenzung.
  5. Zeigen Sie Hartnäckigkeit in den Bankverhandlungen. Beugen Sie sich nicht sofort dem Druck der Banken. Hinterfragen Sie jede Ankündigung der Bank mit Unterstützung eines fachkompetenten Partners.
  6. Weisen Sie die Banken in die rechtlichen Schranken. Behalten Sie dabei immer im Blick, daß der EINZELNE Bankberater für seine Handlungen verantwortlich zeichnet. Treten zwei oder mehr Banker auf, nehmen Sie diese allesamt ins Visier. Wenden Sie sich immer persönlich an diese Personen als Vertreter der Bank. Unternehmen Sie allerdings möglichst keinen entscheidenden Schritt ohne professionelle Hilfe.
  7. Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen. Auch in den Banken wird nur mit Wasser gekocht. Sie müssen sich ebenfalls an die Rechtsregeln halten. Es daher regelmäßig billiger, früh anwaltliche Unterstützung hinzuzuziehen, als erst im Falle einer Klage zum Anwalt zu gehen.
  8. Droht bereits die Zwangsvollstreckung oder die Pfändung von Vermögen? Es gibt zahlreiche Abwehrmöglichkeiten. Holen Sie auch hier Rat ein. Scheuen Sie sich nicht vor den Kosten. Der Staat hilft Ihnen mit Beratungshilfe und Prozeßkostenhilfe.
  9. Wenn es partout nicht anders geht, müssen Sie auch eine Klage gegen die Bank in Betracht ziehen. Achten Sie dabei darauf, daß Ihre Rechte nicht verjähren! Insbesondere ältere Vorgänge müssen möglichst noch vor diesem Jahresende auf Verjährung geprüft werden.
  10. Last but not least: Unsere Erfahrung zeigt, daß man durchaus auf Augenhöhe mit Banken verhandeln kann. Probieren Sie die Emotionen aus dem Spiel zu lassen und verhandeln Sie objektiv Ihre Rechtsposition.

Haben Sie Fragen rund um das Thema Banken und Bankenrecht? Rufen Sie uns einfach an oder mailen Sie uns! Wir beraten Sie wirklich gerne! Getreu dem Credo: Unser Einsatz ist Ihr Gewinn!

Telefon: (0 69) 95 92 91 91-0 oder mailen Sie uns: fragen@recht-hilfreich.de. (Weitere Kontaktdaten im Impressum: www.recht-hilfreich.de/impressum).

Ihr
RA Uwe Martens

elixir rechtsanwälte | martens & partner
(0 69) 95 92 91 91-0

 

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