Verbraucherschutz und Forderungsabwehr: Abmahnung oder Sammelklage gegen Abzocke?

Im Kampf gegen die um sich greifende Abzocke im Internet, am Telefon oder etwa auf Kaffeefahrten weiten sich unsere Überlegungen aus. Der Ausgangspunkt ist die Frage, warum sich die Verbraucherschutzverbände und -zentralen so auffällig zurückhalten. Sie sind doch nach dem Gesetz über Unterlassungsklagen bei Verbraucherrechts- und anderen Verstößen (UKlaG) berechtigt, bei verbraucherfeindlichen Praktiken eine Unterlassungsklage durchzusetzen. Ja sogar gesetzliche Auskunftsrechte stehen den Verbraucherschützern zu. Doch anstatt Anfragen von betroffenen Bürgern rechtlich umfassend zu bewerten, bekommen wir von vielen Verbrauchern und jetzigen Mandanten die Aussage zu hören, daß sie zwar vorher beim Verbraucherschutz waren, dort aber mit einem Achselzucken gesagt bekamen, dann müssen sie halt zahlen. Für uns völlig unverständlich, geht es doch hier um mehr als nur eine Einzelforderung. Die Abzocker verdienen schließlich ihr Geld über das Massengeschäft.

Wenn die Verbraucherschutzzentralen also nicht immer helfen können oder wollen, müssen wir gemeinsam eine Lösung mit Unterstüzung des Internets und der neuen Medien (social media) sowie der Weiterempfehlung im Internet finden. Zwei Möglichkeiten stehen momentan daher zur Diskussion:

Sollen wir die Verbraucher, die sich bei uns gemeldet haben, in einem Musterverfahren gegen die Abzocker vertreten? Der Gedanken der Sammelklage steckt dahinter: Ein betroffener Mandant müßte sich bereit erklären, gerichtlich gegen mögliche Abzocke vorzugehen. Finanziert würde das über die Rechtschutzversicherung oder – beim Fehlen einer Deckungszusage – über die finanzielle Unterstützung der übrigen Mandanten, die sich dem Verfahren als Interessierte anschließen und das Musterverfahren mit finanzieren. So werden die Kosten für alle geringer ausfallen und es kann schnell geklärt werden, ob die vermeintliche Abzocke rechtmäßig oder unrechtmäßig erfolgt.

Eine andere Möglichkeit bestünde in der Prüfung, ob eine durchaus kostenintensive Abmahnung durch einen Mitbewerber oder anderen Anspruchsberechtigten denkbar wäre. Dazu müßte sich bei uns am besten ein Mitbewerber der vermeintlichen Abzocker melden. Also: Bitte melden und vielen Dank im voraus!

Haben Sie Fragen zur Abwehr unberechtigter Forderungen? Wollen Sie sich gegen Abzocke wehren? Rufen Sie uns einfach an oder mailen Sie uns! Wir beraten Sie wirklich gerne! Getreu dem Credo: Unser Einsatz ist Ihr Gewinn!

Telefon: (0 69) 95 92 91 91-0 oder mailen Sie uns: fragen@recht-hilfreich.de. (Weitere Kontaktdaten im Impressum: www.recht-hilfreich.de/impressum).

Ihr
RA Uwe Martens

elixir rechtsanwälte | martens & partner
(0 69) 95 92 91 91-0

 

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