Vom Schmerz bis zum Tod: Über 500 tödliche Behandlungsfehler von Ärzten im Jahr – Patientenrechtegesetz geplant

Bei uns in Deutschland sterben pro Jahr über 500 Patienten allein aufgrund von ärztlichen Behandlungsfehlern, wobei die Dunkelziffer nach seriösen Vermutungen noch deutlich höher liegen dürfte. Untersuchungen aus anderen Ländern mit vergleichbarem medizinischen Versorgungsniveau (z. B. USA, Kanada, Niederlande) weisen das über Zehnfache an tödlichen Behandlungsfehlern auf, so daß in Deutschland wahrscheinlich noch mehr Todesfälle auf ärztliche Kunstfehler zurückzuführen sind, als die Statistik hergibt.

Mit der zunehmenden Zahl an tödlichen oder tragischen Behandlungsfehlern durch Ärzte steigt auch die Zahl von Klagen gegen Ärzte und Krankenhäuser. Trotz des durchaus hohen Ansehens der Medizinerzunft stehen praktizierende Ärzte mit einem Fuß in der Haftung (Stichwort: Schmerzensgeld) mit dem anderen in der Haft (Stichwort: fahrlässige Tötung). Allein 130.000 Folgeschäden werden jährlich auf ärztliche Behandlungsfehler, Nachlässigkeiten oder Fehldiagnosen zurückgeführt. Jeder einzelne dieser 130.000 Fälle zieht in der Regel Prozesse, Anzeigen und Schmerzensgeldforderungen gegen den Mediziner nach sich. Heute kann kaum ein Arzt noch ohne rechtliche Grundausstattung in den OP-Saal gehen oder seine Praxis für Patienten öffnen. Doch das Bewußtsein für die rechtliche Ausrichtung des Arztberufes entwickelt sich bei den betroffenen Medizinern oft spät, leider oft zu spät.

Passierte bereits der Fehler ohne vorherige rechtliche Absicherung kann nur juristisch noch Schadensminderung und -wiedergutmachung betrieben werden. Für eine rechtliche Schadensvermeidung bzw. Schadensverhinderung ist es zu spät. Nur frühzeitige anwaltliche Beratung schützt vor erheblichen juristischen Konsequenzen bei Behandlungsfehlern. Mediziner müssen sich mit dem Gedanken anfreunden, ihr Privatvermögen vor dem Haftungsdurchgriff im Falle eines Behandlungsfehlers zu schützen. Nur dann haben Sie genügend finanzielle Reserven, um sich gegen die erheblichen Angriffe zu wehren, die immer auf Behanldungsfehler folgen. Sollen wirklich das gesamte Familiensilber einem Haftungsprozeß ausgesetzt sein? Ach, die Berufshaftpflicht greift ein? Sind Sie sich sicher? Da würden wir nicht drauf setzen… Denn: Kennen Sie die Finanzierungsschere? Sie werden verurteilt und die Versicherung zahlt mit dem Grund nicht, daß geprüft werden muß, ob nicht grobe Fahrlässigkeit von Ihnen vorliegt. Wer hier nicht vorgesorgt hat, gerät leicht in die Predulie.

Die rechtlich brisante Situation wird sich künftig für Ärzte wohl noch verschärfen: Es laufen Planungen für ein „Patientenrechtegesetz“, mit dem die Rechtslage für die Patienten verbessert werden soll. Danach soll insbesondere die oft prozeßentscheidende Darlegungs- und Beweislast zugunsten des Patienten verschoben werden. Bei einem offensichtlichen Behandlungsfehler soll künftig der Arzt in der Pflicht sein, einen Entlastungsbeweis zu führen. Nicht der Patient muß beweisen, daß der erlittene Schaden auf einen ärztlichen Behandlungsfehler zurückzuführen ist, sondern umgekehrt: Der Arzt muß nachweisen, daß der gesundheitliche Schaden des Patienten nicht wegen seiner ärztlichen Behandlung eintrat. Einzelheiten zum Vorhaben der Bundesregierung finden Sie unter dem Stichwort Patientenrechte in Deutschland.

Jeder Mediziner und Arzt muß sich nolens volens mit der ernsten Frage von ärztlichen Behandlungsfehler auseinandersetzen. Je früher, desto besser. Denn den meisten Ärzten unterläuft – so die Statistik – in ihrer Karriere wenigstens ein Behandlungsfehler – oder eben mehr.

Haben Sie Fragen zu ärztlichen Haftung für Behandlungsfehler oder zur privaten Vermögensabsicherung? Rufen Sie uns einfach an oder mailen Sie uns! Wir beraten Sie wirklich gerne! Getreu dem Credo: Unser Einsatz ist Ihr Gewinn!

Telefon: (0 69) 95 92 91 91-0 oder mailen Sie uns: fragen@recht-hilfreich.de. (Weitere Kontaktdaten im Impressum: www.recht-hilfreich.de/impressum).

Ihr
RA Uwe Martens

elixir rechtsanwälte | martens & partner
(0 69) 95 92 91 91-0

 

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