Inkasso: Sorgfältige und erfolgreiche Vorbereitung auch für Vermieter zur Meidung von Mietnomaden notwendig

Wie bei jedem Inkasso sollten auch Vermieter besonders darauf achten, daß die Grundlagen für einen späteren Einzug der Mietforderung gut vorbereitet sind. Dazu zählen neben einem detailgenauen Mietvertrag auch beispielsweise Selbstauskünfte von Mietinteressenten und späteren Mietern. Bei der Selbstauskunft sollte der Vermieter möglichst umfassend Fragen stellen: je mehr, desto besser. Diese Selbstauskunft ist dann schriftlich vom Mietinteressent auszufüllen und zu unterschreiben. Das bietet dem Vermieter eine zusätziche rechtliche Möglichkeit.

Zum Hintergrund: Macht der Mieter in der Selbstauskunft falsche Angaben, kann dies den Vermieter zur Anfechtung des Mietvertrages berechtigen, so daß er nicht erst lange einen Kündigungsprozeß mit Räumungsklage und aufwendiger Zwangsvollstreckung durchführen muß. So entschied schon vor längerer Zeit das Amtsgericht Hamburg (Urteil vom 18.03.2003, Az.: 48 C 636/02), daß eine vom Mieter in der Selbstauskunft falsch gemachte Angabe, ob bei ihm ein Insolvenzverfahren laufe, zur Anfechtung wegen arglistiger Täuschung berechtige. Derartige Fragen seien im übrigen auch zulässig, da Vermieter ein berechtigtes Interesse an der Vermeidung von Forderungsausfall haben.

Wie die Praxis zeigt, wird diese durchaus hilfreiche Vertragsgestaltung oft übersehen. Daher heute unsere Erinnerung an sorgfältige Inkassovorbereitung.

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Ihr

Rechtsanwalt Uwe Martens

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