Mediziner erhalten verdeckte Provision von einer Pharmafirma

Die betroffenen Mediziner und Pharmaunternehmen hatten sich die sog. Aut-idem-Regelung zu Nutze gemacht. Diese berechtigt Apotheker i.d.R. abweichend von der Verordnung des Arztes ein wirkstoffgleiches Arzneimittel abzugeben. Auf dem Rezept gibt es ein spezielles Kästchen. Ist dort ein Kreuz, so darf der Apotheker aber kein Generika abgeben.

Nach einer Mitteilung von hr-iNFO hat ein Pharmaunternehmen einen Vertrag mit der hessischen Ärztegenossenschaft geschlossen, wonach rund 100 niedergelassene Ärzte eine umsatzabhängige Provision für die Verschreibung von Medikamenten des betroffenen Pharmaunternehmens erhielten. Hierzu wurde auf den Rezepten das betreffende Medikament genau bezeichnet und somit der Verkauf von Generika ausgeschlossen.

In Norddeutschland ermittelt bereits die Staatsanwaltschaft in einem vergleichbaren Fall. Die Krankenkassen sind in Hessen bislang untätig geblieben.

Ihr Rechtsanwalt Florian Schuh

elixir rechtsanwälte | martens & partner
Tel.: (069) 95 92 91 91 0
fragen@recht-hilfreich.de

Share

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ANTI-SPAM-FRAGE: