Verbraucher-Tipp: Diese Regeln gelten für geschenkte Gutscheine

Kurz vor Festtagen stellen sich viele die Frage nach einem Geschenk und weichen der Einfachheit halber auf Gutscheine aus. Am besten beachten Sie dabei folgende Regeln:

  • Gutscheine dürfen befristet werden, so daß viele Gutscheine ein Ablaufdatum enthalten. Allerdings ist die Befristung auf ein Jahr zu kurz, da hierdurch eine Verbraucherbenachteiligung entstehe. Haben Sie die Frist für die Umsetzung des Gutscheins versäumt, können Sie sich das Geld holen: Sie haben Anspruch auf das Geld, allerdings unter Abzug des entgangenen Gewinns des Gutscheinausstellers, höchstens jedoch 20 Prozent. Enthält der Gutschein keine Frist, greift die Regelverjährung von drei Jahren. Ist der Gutschein auf ein termingebundenes Ereignis ausgestellt, darf eine kurze Frist für die Gutscheingültigkeit eingetragen sein (z. B. Theatervorstellung, aber nicht beim Kinogutschein).
  • Gutscheine, selbst wenn sie eine Namensnennung enthalten, dürfen von jedem eingelöst werden. Sie sind wie Bargeld zu behandeln. Der Händler ist aber nicht verpflichtet, den Gutschein in Bargeld umzutauschen. Auch eine Auszahlung eines möglichen Restbetrages ist nicht vorgeschrieben. Genauso wenig haben Sie Anspruch auf die Stückelung des Gutscheinguthabens.
  • Ist der Händler nach der Gutscheinausstellung insolvent, ist der Gutschein nichts mehr wert. Nur solange noch Waren vorrätig sind, können diese gegen den Gutschein eingetauscht werden.

Hoffentlich helfen Ihnen diese weihnachtlichen Gutscheintipps.

Ihr

Rechtsanwalt
Uwe Martens

 

 

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