Verjährung hemmen: Anleitung für online-Mahnbescheid

Kurz vor Jahresende fällt bei Firmen die übliche Verjährungsprüfung an. Forderungen aus 2008 drohen mit Ablauf des Jahres 2011 (31.12.2011) zu verjähren. Um die Verjährung zu hemmen, werden üblicherweise Mahnbescheide beantragt. Doch wie funktioniert das Erstellen eines online-Mahnbescheids? Für Sie haben wir zehn Hinweise für das gerichtliche Mahnverfahren in Deutschland zusammengestellt:

1.
Einen online-Mahnbescheid können Sie insbesondere mit Hilfe der Webseite des Senators für Justiz und Verfassung der Freien und Hansestadt Bremen unter der Domain online-Mahnantrag erstellen.

2.
Grunsätzlich benötigen Sie für den online-Mahnbescheid / den gerichtlichen Mahnbescheid keinen Rechtsanwalt.

3.
Füllen Sie nach den Vorgaben auf der Webseite den online Mahnbescheid aus. Sollten hierbei Fragen oder Schwierigkeiten auftreten, können Sie in dem Inhaltsverzeichnis der Webseite Hilfe erhalten.

4.
Drucken Sie Ihren korrekt ausgefüllten Mahnbescheid aus und senden Sie ihn unterschrieben an das zuständige Mahngericht. Je nach Bundesland sind andere Mahngerichte zuständig. Für Hessen ist das Mahngericht Hünsfeld zentreal zuständig. Für Bayern ist das Mahngericht Coburg zentral zuständig.

5.
Soll mit einem Mahnbescheidsantrag eine Verjährungsfrist gehemmt werden, müssen Sie sicher stellen, daß der Antrag rechtzeitig beim zuständigen Mahngericht eingeht (regelmäßig spätestens am 31.12. des Jahres).

6.
Über den weiteren Verlauf des gerichtlichen Mahnverfahrens informiert Sie das Gericht. Gleichzeitig werden Ihnen die Gerichtskosten gegenüber bekannt gegeben. Wollen Sie die Verjährungshemmung erreichen, muß die Gebühr am besten unverzüglich bezahlt werden.

7.
Auf den Mahnbescheid kann der Schuldner mit Widerspruch reagieren. Dann müssen Sie eine Anspruchsbegründung zu Ihrem Mahnantrag verfassen. Unterläßt der Schuldner den Widerspruch, können Sie nach entsprechendem Zeitablauf Antrag auf einen Vollstreckungsbescheid stellen. Über die Fristen werden Sie durch das Gericht informiert.

8.
Erfolgt auf den Vollstreckungsbescheid ein Einspruch, geht das gerichtliche Mahnverfahren wieder mit Anspruchsbegründung in das Klageverfahren über. Unterbleibt der Einspruch wiederum, erhalten Sie einen Vollstreckungstitel.

9.
Mit dem rechtskräftigen Vollstreckungsbescheid können Sie nun einen Gerichtsvollzieher mit der Zwangsvollstreckung beauftragen.

10.
Versteckt sich Ihr Schuldner oder bereitet Ihnen das gerichtliche Mahnverfahren Schwierigkeiten, können Sie in jedem Verfahrensstadium einen Anwalt hinzuziehen.

Gerne unterstützen wir Sie bei Ihrem Forderungseinzug.

Rufen Sie uns [(0 69) 95 92 91 91-0] an oder schicken Sie uns eine Mail fragen@recht-hilfreich.de. Wir helfen Ihnen gerne. Getreu dem Motto: Unser Einsatz ist Ihr Gewinn!

Ihr

Rechtsanwalt Uwe Martens

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