Inkasso unmöglich? Macht eine Entscheidung des OLG Frankfurt den Forderungseinzug bei unbekannt verzogenen Schuldnern unbezahlbar?

Im Rahmen unserer Jahres-Endspurt-Verjährungsprüfungen stolperten wir über eine Entscheidung des OLG Frankfurt, die uns – obwohl schon recht alt – aufhorchen ließ. Hintergrund, warum wir über die Entscheidung stolperten, waren die wenig deutlich formulierten Voraussetzungen für eine öffentliche Zustellung. Das einschlägige Gesetz, die Zivilprozessordnung (ZPO), gibt dazu nicht viel her und selbst die Kommentare sind recht dünnhäutig in Detailfragen der öffentlichen Zustellung (vergleiche § 186 Absatz 1 der ZPO). Wir haben uns im Vorfeld einer öffentlichen Zustellung gefragt: Wie oft muß vor öffentlicher Zustellung versucht werden, den Schuldner zu erreichen? Was muß alles unternommen werden, um den Schuldner zu finden? Nun, das OLG Frankfurt hat uns mit seiner Antwort überrascht. Lesen Sie selbst. Das OLG Frankfurt entschied im Beschluß vom 16.02.2006 – 24 W 11/06 [= juris (JURE 060030641)] wie folgt (Hervorhebungen durch U. M.): Weiterlesen

Share

So kontrollieren Sie die Kosten für Inkasso, Forderungsbeitreibung bzw. Forderungseinzug

Keiner möchte gutem Geld noch besseres hinterherwerfen, schon gar nicht, um unbezahlte Rechnungen einzutreiben. Daher ist im Vorfeld der Beauftragung eines Inkassoanwaltes oder eines Inkassobüros genau darauf zu achten, welche Kosten durch die Forderungseinziehung insgesamt ausgelöst werden und wie hoch Ihr Kostenrisiko insgesamt ist. Gerade in Bezug auf das Gesamtkostenrisiko halten sich Inkassounternehmen überraschend dezent zurück. Der Grund dürfte darin liegen, daß zur Einschätzung des Gesamtkostenrisikos nicht nur die finanzielle Beurteilung nach Streitwert / Gegenstandswert, Gebühren und Gerichtskosten zählt, sondern gerade die Erfolgsaussichten der Forderungsdurchsetzung eingeschätzt werden müssen. Nehmen wir kurz ein Rechenbeispiel. Ein Schuldner hat bei Ihnen Außenstände sagen wir in Höhe von 6.100 Euro. Dann können Sie die Kosten berechnen, z. B. mit Hilfe eines Gebührenrechners (Stichwort für Suchmaschinen: RVG Rechner) und kommen zu dem Ergebnis, daß außergerichtlich Nettokosten iHv. 487,50 Euro entstehen. Die vorgerichtlichen Gesamtkosten (für einen Anwalt) belaufen sich all-inclusive auf 1.273,30 Euro. Das finanzielle Gesamtkostenrisiko der Forderungsdurchsetzung kann sich jedoch auf stolze 10.390,42 Euro belaufen, also weit mehr als der ursprüngliche Außenstand! So kann Inkasso schnell zur Kostenfalle werden. Daher mahnen wir zur Vorsicht:

Weiterlesen

Share

Kein Anspruch des Gerichtsvollziehers auf Waffenschein: Inkasso und Zwangsvollstreckung mit Hilfe der Polizei

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat entschieden, daß ein Gerichtsvollzieher (der Kläger) keinen Anspruch auf Erteilung einer Bescheinigung über die Berechtigung zum Erwerb und Besitz von Waffen sowie zum Führen dieser Waffen hat.

Weiterlesen

Share

Gegen die Eintreiber: Mitbürger mit Migrationshintergrund besonders oft von Inkasso-Abzocke betroffen

Wir haben den Beitrag im Tagesspiegel „Gegen die Eintreiber – Wie sich Verbraucher gegen unseriöse Inkasso-Unternehmen wehren können“ kommentiert:

Weiterlesen

Share

Inkasso und Anwalt hat durchaus Prüfpflicht bei Forderungen

Wir haben den Beitrag des Tagesspiegels „Verbraucher sollen zahlen – ohne zu wissen wofür“ kommentiert:

Weiterlesen

Share

So wehren Sie sich gegen Inkassoschreiben – richtige Inkassoabwehr und Verbraucherschutz

Im Handelsblatt berichtet Renate Reckziegel jüngst über die unseriösen Auswüchse des Inkassowesens unter dem Titel „Wenn sich der Schuldeneintreiber meldet“. Danach sollen die ersten Ergebnisse der Umfrage der Verbraucherschutzzentralen zu den schwarzen Schafen in der Inkassobranche Anfang Dezember vorliegen. Mal sehen, wieviele von den knapp 1.900 bundesweiten Inkassobüros als unseriös eingestuft werden.

Weiterlesen

Share

Gefährliche Falle in Wohnraummietverträgen nimmt zu

Vielen Mietern von Wohnräumen ist nicht bekannt, daß für die Dauer von vier Jahren eine Kündigung (auch einseitig) vertraglich ausgeschlossen werden kann. In solchen Fällen nützt Ihnen die Mobilitätsklausel mit verkürzter Kündigungsfrist (§ 573 c BGB) wenig. Die Kündigung greift nicht.

Weiterlesen

Share

Hochzeit und Gerichtsvollzieher

Heute, 21.10.2011, in der Rheinpfalz:

„Mei Schwester heirat morsche än Gerichtsvollzieher.“

Weiterlesen

Share

Wer zahlt die Auskunftei? Fallen Bonitätsprüfungen in den Bereich der erstattungsfähigen Rechtsverfolgungskosten?

Wer seine Forderungen gezielt und kaufmännisch vernünftig verfolgt, kommt nicht umhin, über Auskunfteien und das Schuldnerregister Informationen über die Zahlungsfähigkeit seines Schuldners einzuziehen.

Weiterlesen

Share

So berechnen Sie den erforderlichen Mehrumsatz und die Mehrarbeit bei Forderungsausfall

Wieviel müssen Sie mehr arbeiten und leisten, wenn Sie eine bestimmte Höhe an Außenständen haben? Hier die FORMEL:

Weiterlesen

Share