Kein Kündigungsrecht eines Fitnessvertrages bei bekannter Erkrankung

Ist dem Trainierenden bei Abschluss eines Fitnessvertrages bereits bekannt, dass er möglicherweise aufgrund einer Erkrankung das Angebot des Fitnessstudios nicht auf Dauer wird nutzen können, besteht kein Recht auf eine außerordentliche Kündigung. So eine aktuelle Entscheidung des Amtsgerichts München.

Im vorliegenden Fall hatte ein Kunde des Fitnessstudios mit der Begründung gekündigt, er leide an einer chronischen Erkrankung der Gelenke und könne nun trotz einer anfänglichen Hoffung doch nicht weiter trainieren. Das Fitnessstudio nahm die Kündigung aufgrund der 24-monatigen Laufzeit nicht an und verlangte weiter die Beiträge.

Sind Umstände, die zu einer Kündigung berechtigen können, bereits bei Vertragsschluss bekannt, so kann sich der Kündigende hierauf nicht berufen, wenn ein Kündigungsrecht nicht ausdrücklich vereinbart wurde.

TIPP: nehmen Sie bekannte Vorerkrankungen in den Vertrag oder gesondert auf. Damit ist festgehalten, dass der Kunde von einer Vorerkrankung wusste.

Haben Sie Fragen zum Thema Fitnessverträge, Mitgliedsbeitrag, Laufzeiten und Allgemeine Geschäftsbedingungen? Wir beraten Sie gerne. Rufen Sie uns an!

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...
Share Button

Von

Florian Schuh ist Rechtsanwalt und Partner bei den elixir rechtsanwälten | martens & partner, Frankfurt am Main, mit den Tätigkeitsschwerpunkten Handels-, Gesellschafts- und Unternehmensrecht sowie Markenrecht.

Weitere Infos auch bei Google+

2 Kommentare zu: “Kein Kündigungsrecht eines Fitnessvertrages bei bekannter Erkrankung”

  1. Perschbacher sagt:

    Guten Tag, vielleicht können Sie mir eine Auskunft geben. Ich hatte ein sogenanntes Spezial Paket was ich nur abgeschlossen habe wegen einmaliger Barzahlung. Man sagte mir ich müsste parallel auch noch einen anderen Zettel unterschreiben wo drin stand ab wann das ganze anfängt und bis wann es läuft. Im Kleingedruckten stand auch drin das man kündigen müsste was ich auch dort direkt erfragt habe und man sagte mir nein. ich dacht emir OK da auf der zusatzvereinabrung drauf stand wenn man weiter trainieren möchte…
    Jetzt bekam ich eine Email das ich doch den Gesamtbetrag + über 100€ zahlen müsste für die nächsten 24 Monate, klar ist ja das es nicht rechtslich ist für die nächsten 24 Monate müsste ja 12 Monate sein. Da ich schon 1 komplettes Jahr ausgesetzt hatte wegen einem Tennisarm der bis heute sich nicht gebessert hat bat ich den Arzt um ein Attest. Das studio sagte mir ich kann es stilllegen oder müsste ein anderes Mitgliefwerben damit ich rauskommen kann.

    Was kann ich jetzt noch tun?

    • elixir sagt:

      Guten Tag, gerne können Sie uns die Unterlagen und das Attest zur Prüfung zusenden. Zumindest mit einem entsprechenden Attest müssten Sie aus dem Vertrag herauskommen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar (wird hier mit dem von Ihnen angegebenen Namen ohne eMail-Adresse veröffentlicht)

Kommentar

ANTI-SPAM-FRAGE: