Erfahrungen & Bewertungen zu elixir rechtsanwälte Abzocke mit Branchenverzeichnissen: neues Urteil zur „Gewerbeauskunft-Zentrale“

Abzocke mit Branchenverzeichnissen: neues Urteil zur „Gewerbeauskunft-Zentrale“

Kennen Sie das? Viele SelbststĂ€ndige erhalten Schreiben ĂŒber die Eintragung Ihres Gewerbes in ein Branchenverzeichnis. Dabei erwecken die Schreiben oft den Eindruck, dass es sich um eine Behörde oder zumindest um eine staatlich legitimierte Stelle handelt. TatsĂ€chlich aber stecken private Unternehmen dahinter, die auf diese Weise versuchen, Unternehmen zum Abschluss teurer Abo-VertrĂ€ge zu bewegen.

Hierbei taucht immer wieder die “Gewerbeauskunft-Zentrale” in den Fokus der Berichterstattung und der Gerichte.

Das Landgerichts DĂŒsseldorf hatte hierzu bereits die Auffassung vertreten, die  GWE-Wirtschaftsinformations GmbH tĂ€usche durch die verwendeten Angebotsformulare die betroffenen EmpfĂ€nger in unzulĂ€ssiger Weise und wies die Zahlungsklage der GWE zurĂŒck. Hiergegen richtete sich die Berufung beim OLG DĂŒsseldorf, welches die Entscheidung des Landgerichts bestĂ€tigte. Das OLG hat damit die Methoden der GWE Gewerbeauskunft-Zentrale als irrefĂŒhrend dargestellt. Eine Revision soll – den bisherigen Mitteilungen zufolge – nicht zugelassen sein, sodaß die Entscheidung des OLG DĂŒsseldorf somit rechtskrĂ€ftig ist.

Allerdings ist zu beachten, dass das OLG DĂŒsseldorf nur wettbewerbsrechtliche Folgen zu beurteilen hatte. Ob sich die Entscheidung des OLG DĂŒsseldorf auch auf die Forderungen gegenĂŒber den betroffenen „Kunden“ auswirkt, muss noch abgewartet werden.

Wenn auch Sie von solchen VertrÀgen betroffen sind, sollten Sie umgehend reagieren und den Vertrag anfechten.

Bei der juristisch korrekten Anfechtung helfen wir Ihnen natĂŒrlich gerne weiter.

Auch wenn Sie uns nicht beauftragen möchten, sammeln wir entsprechende Anschreiben und bitten um deren Übersendung an uns (gerne per Fax oder E-Mail). Dies hilft uns, unsere Mandanten optimal vertreten zu können.

Achten Sie immer auf versteckte Kostenhinweise! 

Gerade vermeindlich kostenlose Angebote sollten Sie genau unter die Lupe nehmen. Oft finden sich darin versteckte Kostenhinweise. So auch oft in Anschreiben, in denen Sie gebeten werden, Ihre Daten zu korrigieren. Meist stecken hier Abo-Fallen dahinter.

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Florian N. Schuh ist Rechtsanwalt und Partner bei den elixir rechtsanwÀlten | martens & partner, Frankfurt am Main, mit den TÀtigkeitsschwerpunkten Handels-, Gesellschafts- und Unternehmensrecht sowie Schutzrechte. KONTAKT Tel.: 069 95 92 91 90 Mail: schuh@recht-hilfreich.de

7 Kommentare zu: “Abzocke mit Branchenverzeichnissen: neues Urteil zur „Gewerbeauskunft-Zentrale“”

  1. Christine sagt:

    Auch ich bin auf diese Abzocke hereingefallen!
    Habe vor ca 4 Wochen dieses Schreiben unterschrieben und jetzt die Rechnung erhalten.
    Habe noch nicht bezahlt und werde die Sache meinem Anwalt ĂŒbergeben.
    Ich hoffe, dass diesen Menschen das Handwerk gelegt wird und ich unbeschadet aus der Sache heraus komme.

  2. Gerlinde sagt:

    Auch ich wurde arglistig getÀuscht!
    Kammen vom Urlaub nach Hause und in der Post war ein Brief von der Gewerbeauskonftszentrale.
    Habe auf das Schreiben nicht reagiert weil das Formular schon fix und fertig ausgefĂŒllt war ca. 1 Wochen spĂ€ter bekam ich einen Anruf das mir von der Gewerbeauskunft ein Formular zugeschickt wurde und ich das nicht ergĂ€nzt an die Gewerbeauskunft zurĂŒck geschickt hĂ€tte und Sie wĂŒrden mir ein neues Formular zuschicken das ich ergĂ€nzen soll und an diese Faxnummer der Gewerbeauskunft faxen soll .
    Da das Formular ausgesehen hatt wie ein behördliches Formular
    habe ich alles unterschrieben und gefaxt nun bekomme ich eine Rechnung von 569,06 Euro die ich umgehend bezahlen soll.
    Das ist doch Gaunerei ich fĂŒhle mich arglistig getĂ€uscht und abgezockt.

    • Florian Schuh sagt:

      Vielen Dank fĂŒr Ihren Kommentar. Wenn Sie Hilfe benötigen, können Sie sich gerne an uns wenden. Mit den besten GrĂŒĂŸen, Florian Schuh

  3. Friederke sagt:

    Habe bereits zu zweiten Mal ein Schreiben dieser Art erhalten, aber Gottseidank nicht reagiert! FĂŒhrt sehr leicht in die Irre, wenn man gerade beruflich unter Zeiitdruck steht! Bitte Vorsicht!

  4. Christine D. sagt:

    Habe ein Fax von RB Medienverlag unterscheiben per Fax zurĂŒckgesandt in der Annahme, dass es sich um einen kostenlosten Eintrag ins Branchenbuch (wie in Großbuchstaben angegbeben) handelt, das Kleingedruckte konnte ich nicht lesen.
    Jetzt soll ich 1178,00 Euro zuzĂŒglich 40,00 euro MahngebĂŒhren bezahlen.
    Ich bin Angestellte der Firma.
    Habe sofort nach Erhalt der Mahnung sofort Widerspruch eingelegt.
    Eine Rechnung habe ich erst als Kopie nach Erhalt des Widerspruchs erhalten.
    Seitdem bin ich mit meinen Nerven am Ende.
    Beitrag kann veröffentlich werden.

  5. B, Rita sagt:

    Rita sagt,
    auch ich wurde mehrfach von der Zentrale angeschrieben und fĂŒr mich so getĂ€uscht, dass es eine Pflicht wĂ€re, das ausgefĂŒllte Formular zu ergĂ€nzen und zu unterschreiben. Nach zwei Mahnungen habe ich dieses Formular, weil ich genervt war, abends schnell ausgefĂŒllt und zurĂŒckgefaxt und bekam auch umgehend nach 15 Tagen die Rechnung und, weil ich nicht bezahlt habe, kurz danach eine Mahnung mit Hinweims auf höhere Kosten, wenn nicht sofort gezahlt wird. Ich habe einen jahresbetrag gezahlt und per Einschreiben vom 02.11.2012 per sofort gekĂŒndigt, mein Eintrag sollte sofort gelöscht werden und darum gebeten, ich habe ja nun mal fĂŒr zwei Jahre unterschrieben, das war mein Fehler, das Kleingedruckte nicht zu lesen, mir entgegenkommend das zweite Jahr zu erlassen.
    Bis heute habe ich nicht von der Zentrale gehört, so schnell, wie sie das Formular und Mahnung geschickt haben, nichts gehört. Mein Geld fĂŒr das 1. Jahr werde ich wohl nicht wiederbekommen oder habe ich da eine Chance? Und wie sieht es mit dem zweiten Jahr aus. Die Rechnung werde ich wohl im nĂ€chsten Jahr bekommen, obwohl ich gekĂŒndigt habe.
    MfG Rita B

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