Onlinewarnungen.de ist Opfer von Datenmissbrauch – Mike Belschner berät nicht zu Telefonsex-Mahnungen und ist dafür nicht verantwortlich

Das Onlineportal Onlinewarnungen.de warnt vor aktuellen Betrugsmaschen, Phishing-Nachrichten und Viren im Internet. In diesem Zusammenhang hat das Portal auch über die Rechnungen und Mahnungen für vermeintliche Erotikdienstlleistungen am Telefon berichtet. Wir hatten bereits über die Rechtslage und die Vielzahl der Firmen in diesem Blogbeitrag geschrieben.

Offensichtlich hat den Hintermännern der Firmen die Berichterstattung auf Onlinewarnungen.de nicht gefallen. Die Verfasser von Mahnungen wie sie auch Netnovert oder Jemano Inkasso versenden, haben kurzerhand ihren eigenen Briefkopf hergenommen und mit den Firmendaten der Betreibergesellschaft von Onlinewarnungen.de als Ansprechpartner für die weitere Beratung angereichert. Dort heißt es dann beispielsweise “MIKE BELSCHNER berät Sie gern”. Für die ohnehin schon sehr verärgerten Mahnungsempfänger erweckt das Schreiben den Eindruck, dass der Inhaber des Onlineportals für die Telefonsex-Mahnungen verantwortlich ist.

Um das Unternehmen besonders zu treffen, wurde als Ansprechpartner der Geschäftsführer/Chefredakteur mit einer Durchwahlrufnummer und seiner Mobilfunknummer sowie der vollständigen Anschrift angegeben. Zudem haben die Verfasser widerrechtlich die Bankverbindung des Unternehmens in die Mahnungen eingefügt. Dadurch besteht für den Empfänger kaum ein Zweifel, dass offensichtlich die Betreibergesellschaft des Onlineportals hinter den seit Jahren versendeten Briefen stecken muss.

Wir haben mit dem Geschäftsführer Mike Belschner gesprochen. Er bittet alle Empfänger der Mahnungen von einem Anruf abzusehen, da dadurch der Geschäftsbetrieb des Unternehmens massiv gestört wird. In der Folge können weniger Verbraucherwarnungen verfasst werden, was unter Umständen das Ziel der Kriminellen ist. Im Internet hat Onlinewarnungen.de sich von den gefälschten Anschreiben klar distanziert:

„Als erstes möchten wir aber deutlich sagen, dass wir uns von den versendeten Briefen und SMS in aller Deutlichkeit distanzieren. Wir habe nichts mit diesem Schreiben zu tun. Der Versender dieser Briefe und SMS verwendet unsere Daten missbräuchlich. Bitte rufen Sie uns diesbezüglich nicht an. Wir haben weder Rechnungen noch Mahnungen versendet. Zahlen Sie nicht!“

Ein Identitätsdiebstahl und anschließender Missbrauch der Daten kann heute fast jeden treffen. Im Ernstfall ist der Schaden sehr groß und wie in diesem Fall, die Möglichkeiten der Einflussnahme gering.

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