Erfahrungen & Bewertungen zu elixir rechtsanwšlte Achtung: Inkasso bei Privatpatienten kann Risiko f√ľr Arzt bergen!

Achtung: Inkasso bei Privatpatienten kann Risiko f√ľr Arzt bergen!

√Ąrzte, die ihre Au√üenst√§nde, insbesondere Privatliquidationen, zur Forderungsbeitreibung an eine √§rztliche Verrechnungsstelle oder ein Inkassounternehmen geben, begeben sich¬†nolens volens in eine prek√§re Situation: Durch die Weitergabe der Daten k√∂nnen sich √Ąrzte strafbar machen! Als √Ąrzte unterliegen Sie von Gesetzes wegen einer besonderen Verschwiegenheitsverpflichtung und d√ľrfen Informationen √ľber ihre Patienten nicht an ohne Weiteres an Dritte mitteilen. Das ist nicht nur ein datenschutzrechtlicher Versto√ü, sondern stellt vielmehr eine Straftat nach ¬ß 203 StGB (Verletzung von Privatgeheimnissen) dar, die mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft wird. An eine strafrechtliche Verfolgung schlie√üen sich meist auch berufsrechtliche Konsequenzen an. Daher verlangt √§rztliches Inkasso ein besonders umsichtiges Vorgehen, indem insbesondere zu Beginn des Kontaktes mit dem Privatpatienten auch eine Vereinbarung √ľber die Befreiung von der √§rztlichen Verschwiegenheitsverpflichtung getroffen wird.

Die Besonderheiten beim √§rztlichen Inkasso reichen aber dar√ľber hinaus. Grundlage einer ordnungsgem√§√üen Abrechnung sind nicht nur die Vorgaben der √§rztlichen Geb√ľhrenordnungen (¬ß¬ß 12 ff. GO√Ą) und der Steuergesetze, sondern dar√ľber hinaus auch die Fragen der ordnungsgem√§√üen Leistungserbringung. Denn oft genug kommt auf das ersten Mahnschreiben an den Patienten eine schroffe Reaktion. Ein Brief eines gegnerischen Rechtsanwalts flattert in die Praxis, manchmal schon mal mit starkem Tobak: Neben schnell erhobenen Vorw√ľrfen in Richtung Abrechnungsbetrug wird die √§rztliche Leistung als mangelhaft ger√ľgt. Der Anwalt probiert, den Spie√ü umzudrehen: Pl√∂tzlich wandelt sich die Sicht der Dinge. Der Arzt mutiert vom berechtigten Forderungsinhaber in einen zahlungsverpflichteten Haftungsdelinquenten. Man werde die fehlerhafte Medizinerleistung nachweisen und eine Reihe von Anspr√ľche durchzusetzen wissen. Schadensersatz. Schmerzensgeld. M√§ngelbeseitigungsanspr√ľche. Und Strafrecht pr√ľfe man auch.

TIPP:
Seien Sie beim Durchsetzen Ihrer Rechnungen sorgfältig und beauftragen Sie Spezialisten. Gerne können Sie uns anrufen! Wir betreuen Mediziner und sind auch im Forderungseinzug erfahren.

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Von

Rechtsanwalt Uwe Martens

Uwe Martens ist Rechtsanwalt bei elixir rechtsanwälte | martens & partner, Frankfurt am Main. Er ist besonders in den Bereichen Wirtschafts- / Unternehmensrecht, Inkasso / Inkasso-Abwehr und Recht der freien Berufe (insb. Arztrecht) tätig.

2 Kommentare zu: “Achtung: Inkasso bei Privatpatienten kann Risiko f√ľr Arzt bergen!”

  1. Avatar Notarzt sagt:

    Ja aber welche M√∂glichkeit hat man denn als Arzt √ľberhaupt noch, wenn man nicht einmal mehr die Rechnungen an Inkassounternehmen abtreten darf? Darauf legen es die privat Versicherten doch an. Und wegen 100‚ā¨ einen Anwalt zu beauftragen bringt nichts, weil der nur erst einen „Anwaltsbrief“ schreibt, d.h. wenn der Patient vor dem Gerichtsverfahren zahlt bleibt man auf den Kosten so oder so sitzen.

    • Uwe Martens Uwe Martens sagt:

      Grunds√§tzlich sind Abtretungen von Forderungen sowohl f√ľr √Ąrzte als auch f√ľr Gl√§ubiger insgesamt die schlechtere L√∂sung. Abtretungen oder der Verkauf von Forderungen ‚Äď sogenanntes Factoring ‚Äď ist im Ergebnis deutlich teurer als eine Anwaltsbeauftragung. Privatversicherte zahlen nach unseren Erfahrungen grunds√§tzlich z√ľgig und anstandslos, wenn im Vorfeld der √§rztlichen Betreuung klare Formulare verwendet wurden. Die einmalige Vorbereitung f√ľr die Betreuung von Privatpatienten bs gerrechtfvnimmt viel an Diskussionsstoff und vermeidet deutlich Forderungsausf√§lle. Schlie√ülich ist selbst ein Anwaltsbrief bei noch so niedrigen Rechnungen sinnvoll. Mit jedem erfahrenen Inkassoanwalt k√∂nnen Sie g√ľnstige Pauschalen vereinbaren. Befindet sich der Privatpatient tats√§chlich in Verzug, dann mu√ü er nolens volens die Anwaltskosten tragen. Das Inkasso ist dann f√ľr den auftraggebenden Arzt schon im au√üergerichtlichen Bereich kostenfrei.

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