National Inkasso für Direct2Solutions GmbH und loomin.de

Von einem Mandanten erhielten wir folgendes Schreiben:

Aktenzeichen: 9***
Auftraggeber: Direct2Solutions GmbH
Produkt: loomin.de
Forderungsgrund: Dienstleistungsvertrag

Sehr geehrte(r) Herr/Frau ***,

die Firma Direct2Solutions GmbH hat uns als registriertes Inkassounternehmen mit der Beitreibung der offenen Forderungen aus der Rechnung vom 02.02.2009 beauftragt (entsprechende Vollmacht wird versichert). Wir fordern Sie daher auf, den Gesamtbetrag in Höhe von

EUR 212,14
bis zum
26.01.2016 (Eingang auf unserem Konto) zu zahlen.


IBAN: DE45**
BIC: DEKTDE71002
Verwendungszweck: EM-9***
Betrag: 212,14 €



Eine detaillierte Forderungsaufstellung finden Sie untenstehend.
Sollten wir bis zu der gesetzten Frist keinen Zahlungseingang verzeichnen können, werden wir unserem Auftraggeber empfehlen, das gerichtliche Mahnverfahren gegen Sie einzuleiten.

Gerne könne Sie auch eine Ratenzahlungsvereinbarung mit uns treffen, sollte es Ihnen nicht möglich sein den geschuldeten Betrag i.H.v. 212,14 € bis zum 26.01.2016 (Eingang auf unserem Konto) auf einmal zu zahlen.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch unter 0211/54243377 zur Verfügung.

Wir weisen darauf hin, dass wir gemäß § 28a Absatz 1 Nr. 4 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) Daten über die nicht vertragsgemäße Abwicklung von fälligen Forderungen aus Vertragsverhältnissen an die SCHUFA Holding AG, Kormoranweg 5, 65201 Wiesbaden übermitteln, soweit die geschuldete Leistung trotz Fälligkeit nicht erbracht worden ist, Sie nach Eintritt der Fälligkeit der Forderung mindestens zweimal schriftlich gemahnt wurden, zwischen der ersten Mahnung und der Übermittlung mindestens vier Wochen liegen und Sie die Forderung nicht bestritten haben.

 

Hauptforderung (Datingportal) 60,00 €
Zinsen auf Hauptforderung 19,94 €
Auslagen des Auftraggebers 25,00 €
Mahnkosten des Auftraggebers gemäß §§ 280, 286 BGB 10,00 €
Inkassogebühren 1,80 Geschäftsgebühr nach 2300 VV RVG, gemäß §§ 280, 286 BGB 81,00 €
Auslagen nach 7002 VV RVG, gemäß §§ 280, 286 BGB 16,20 €
Auskunfteien 0,00 €
Gerichtskosten 0,00 €
Zahlung 0,00 €
Gesamt 212,14 €


Hinweis: Dies ist lediglich eine Forderungsübersicht. Um eine detaillierte Forderungsaufstellung zu erhalten, gehen Sie bitte auf unsere Website und loggen sich mit ihren Zugangsdaten ein oder kontaktieren Sie uns.

Mit freundlichen Grüßen

National Inkasso GmbH

 

 

Im Impressung der Dating-Seite loomin.de (und auch julie.de) ist als Betreiber eine Tyche Technologies AG, Schweiz angegeben. Kontakt gibt es über die Dating Factory Ltd, London (Stand 04.02.0216). Wer aber ist die hier genannte Direct2Solutions GmbH und warum ist Sie Inhaber der Forderung? Zu klären wäre auch, warum eine Forderung aus dem Jahr 2009 noch geltend gemacht wird. Nach unserer derezitigen Einschätzung könnte diese verjährt sein. In jedem Fall sollte also die Einrede der Verjährung erhoben werden und die Forderung bestritten werden.

Die Forderungsaufstellung ist sehr „kreativ“. Auslagen und Mahnkosten des Auftraggebers dürften ebensowenig zu begründen sein wie eine 1,8 Geschäftsgebühr i.H.v. 81,00 € für ein einfaches Aufforderungsschreiben per Mail.

Prüfen Sie daher genau, ob Sie sich tatsächlich einmal auf der Seite loomin.de angemeldet haben. Gerne helfen wir Ihnen bei der Prüfung der Berechtigung der Forderung und bei der Zurückweisung.

Senden Sie uns Ihre Anfrage und Unterlagen an inkasso@recht-hilfreich.de

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Florian Schuh ist Rechtsanwalt und Partner bei den elixir rechtsanwälten | martens & partner, Frankfurt am Main, mit den Tätigkeitsschwerpunkten Handels-, Unternehmens- und Gesellschaftsrecht sowie Wettbewerbsrecht und Erbrecht.

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4 Kommentare zu: “National Inkasso für Direct2Solutions GmbH und loomin.de”

  1. Mike Rachel sagt:

    so ein schreiben habe ich auch bekommen die forderung belauft sich aber auf 121,30…

    und ich sag. da ich meines wissens noch nie auf der seit war. das es *** ist

    • zizic barbara sagt:

      mein sohn soll angeblich angerufen haben obwohl die nr: seit 2006 gtesperrt sind und wir kein handy haben entweder sie ziehen ihre forderung zurück oder ich werde gegen ihre firma eine anzeige machen

  2. dirk sagt:

    bekom schon seit 2,5 Jahren Post von National Inkasso .Mitlerweile per Mail am Anfang über 200.00€ , jetzt langt 141.00€. Inkasso Firmen müssten mehr vom Staat überprüft werden.

  3. Fliege sagt:

    Auch mich terrorisieren diese *** seit Monaten und haben gerade jetzt mein Pfändungsschutzkonto (ALG II) zum ersten Mal mit 35 Euro belastet-gepfändet, bis heute lediglich auf Grund von Email-Androhungen, keine einzige postalische/gerichtliche Abmahnung. Der Vertrag bei einer Partner Agentur loomin.de wurde anno 2007 gekündigt. Mich wundert`s auch, dass die Postbank mit solchen *** Inkasso-Unternehmen mitmacht und P-Konto auf Anforderung pfändet, ohne das gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet worden wäre. Merkwürdig : Nach 5 Monaten Mahnungen via Email wurde angeblich festgestellt, dass der Link für die Sofortüberweisung angeblich nicht funktionierte ? Und was Pfändungsschutz anbelangt findet man beim Gesetzgeber SGB folgendes :

    Bundesgerichtshof: Pfändung von Sozialleistungen (SGB II, SGB XII) ausgeschlossen

    05.02.2014

    Der Bundesgerichtshof hat in zwei Entscheidungen in 2010 und 2011 klar gestellt, daß Sozialleistungen nicht pfändbar sind: „Die Pfändung von Sozialleistungen, welche das Existenzminimum nach Art. 20 Abs. 1 GG sichern sollen, ist generell unzulässig. Im verhandelten Fall ging es konkret um Sozialleistungen nach SGB II und XII. Da diese Sozialleistungen das vom Sozialstaatsgebot des Art. 20 Abs. 1 GG geforderte Existenzminimum sichern, dürfen sie auch im Wege der Zwangsvollstreckung nicht angegriffen werden. (Az. BGH VII ZB 11/09) Anmerkung: ALG II (SGB II) und Grundsicherung bei Erwerbsminderung und im Alter (SGB XII) sind grundsätzlich nicht pfändbar.

    Und:
    „Mit diesem Urteil bestätigt der BGH seine bisherige Rechtsprechung zur Unpfändbarkeit von Sozialleistungen. Laut dem BGH in dieser Entscheidung darf eine Zwangsvollstreckung generell nicht dazu führen, dass der Schuldner seinen notwendigen Unterhalt nicht mehr bestreiten könne, zu dem nicht nur grundlegende lebensnotwendige Bedürfnisse gehören. Die Zwangsvollstreckung ist in keinem Fall der staatlichen Sanktionsmöglichkeit eines Leistungsempfängers bei pflichtwidrigem
    Verhalten gleichzusetzen. Eine Pfändung des ALG II, auch in Kleinbeträgen, kommt generell nicht in Betracht. (Az. BGH VII ZB 7/11)“

    Dies aber bedeutet auch, daß Jobcenter Bürgern keine Gelder von der Sozialleistung abziehen dürfen. Es gilt stehts die Tabelle zu den gesetzlichen Pfändungsfreigrenzen in § 850c ZPO, wie die Erwerbslosen-Initiative ARCA Soziales Netzwerk e.V. befindet. (Thomas Kallay)

    Aktenzeichen: 9xxxx
    Auftraggeber: Direct2Solutions GmbH
    Produkt: loomin.de
    Forderungsgrund: Dienstleistungsvertrag

    Sehr geehrte/er xxxx xxxxxxxxxxxx

    da wir festgestellt haben, dass der Link für die Sofortüberweisung fehlerhaft war und in einigen Fällen leider nicht funktionierte, geben wir Ihnen hiermit nochmals Gelegenheit das
    Vergleichsangebot in Höhe von 97,62€

    anzunehmen.

    […]

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