Geldsicherheit geht vor Rendite: Finanzplanung mit dem Blick in die Zukunft

In Geldangelegenheiten wird vielfach der Blick über den Tellerrand vergessen. Wer ein Vermögen aufbauen möchte, kann sich nicht nur mit den Fragen der Anlageformen, Renditen, Diversifizierung und dergleichen auseinandersetzen. Ein wesentlicher Teil, vielleicht sogar der maßgebliche Teil, des Vermögensaufbaus besteht in der Absicherung der erwirtschafteten Gelder. Kurzum: Wer ein Vermögen aufbauen möchte, muß sich auch vor dessen Verlust schützen und Gefahren abwehren. Wir meinen jetzt allerdings nicht den Schutz vor Kursverlusten oder Spekulationsrisiken bei verschiedenen Finanzverlusten oder die Absicherung gegen Inflationsgefahren. Dergleichen wird regelmäßig als grundsätzliches Anlagerisiko bestehen bleiben und kaum verhindert werden können. Das Vermögen kann auf einem ganz anderen Weg verloren gehen. Weithin geläufige Beispiele von Vermögensverlusten sind Scheidung, Erbfall (gerade unter zerstrittenen Geschwistern) und etwa Regreßforderungen der Sozialbehörden für geleistete Unterhaltszahlungen an die eigenen Eltern. Aber auch Haftungsfälle, Kreditforderungen, Bankenstreitigkeiten oder unzureichender Versicherungsschutz sowie Klagen können zu erheblichen Vermögensverlusten führen. So schnell wie in solchen Fällen das Geld dahin schmilzt, kann es gar nicht verdient werden. Somit beginnt Vermögensaufbau mit der Absicherung gegen Gefahren. Oder deutlicher formuliert:

Altersvorsorge verlangt Vermögensabsicherung

Aus unserer Praxis wissen wir um einen Fall: Ein Unternehmer, dessen Firma jahrelang hervorragende Millionenumsätze erwirtschaftete, erhält von seiner Hausbank nur einen erweiterten Kredit, wenn er zur Verbesserung seiner Unternehmenszahlen eine Beratungsfirma, die die Hausbank ans Herz gelegt hat, hinzuzieht.  Er geht die Verbindlichkeiten ein, bietet seine letzten Sicherheiten und läßt sich wunschgemäß beraten – zu horrenden Kosten. Die Folge: Die Beratunsgfirma saugt den letzten Cent aus dem cash flow und sorgt dafür, daß die Insolvenz wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit unumgänglich ist. Doch anstatt dem Unternehmer nun zu empfehlen, Insolvenz anzumelden, wird ein Termin mit der Hausbank vereinbart. Dort hört der Firmeninhaber Durchhalteparolen und Empfehlungen, mit den Lieferanten zu verhandeln. So schlimm wäre es doch noch nicht. Noch ließe sich das Lebenswerk retten. Er müsse nur Vertrauen haben. Der Unternehmer zögerte und meldete keine Insolvenz an, vertröstete die Lieferanten und hoffte auf die bankseitigen Unternehmensberater. Ein erstaunliches drei Viertel Jahr konnte diese Augenwischerei aufrecht erhalten werden, bis schließlich ein Lieferant die Geduld verlor und selbst Insolvenzantrag stellte. Nun haftet der Unternehmer mit seinem kompletten Privatvermögen für die Schulden der Firma, auch seinem Eigenheimanteil, das bisher als Sicherheitengabe verschont worden war.

Diese völlig unnötige Vernichtung von Kapital, von Vermögenswerten und von Zukunftssicherheit hätte überhaupt nicht sein müssen. Mit wenigen strategischen Handgriffen zur rechten Zeit hätte keine Gefahr für Vermögen und Haus bestanden. Doch es ist eine Crux: Oft genug melden sich Interessenten für Vermögensabsicherungen, für familiäre Zukunftsstrategien und für Altersvorsorgefragen erst, wenn ein kritischer Punkt erreicht ist. Dann läßt sich nur noch wenig gestalten. Besser Möglichkeiten bestehen dann, wenn die Zeiten noch rosig sind. Dann muß jeder – und zwar wirklich jeder, der Vermögen aufbauen und erhalten will – sich mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Wie bin ich persönlich abgesichert?
  • Wie sind meine Familie, mein Ehepartner, meine Kinder vor Vermögensverlusten geschützt?
  • Wann macht ein Ehevertrag Sinn?
  • Welche Art der erbrechtlichen Regelung ist die geeignetste?
  • Welche Arten der steuerfreien Übertragung von Geld und Vermögen in der Familie bestehen neben den Schenkungsfreibeträgen?
  • Besteht der richtige Versicherungsschutz oder sind Versicherungslücken zu schließen?
  • An welche künftigen gesetzlichen Verpflichtungen ist zu denken?
  • Lohnt der Aufbau einer Vermögensverwaltungsgesellschaft, eines Familienfonds, eines family offices oder einer Stiftung?
  • Wie kann ich Vermögen unabhängig von der Person gestalten, aber gleichzeitig den Einfluß darauf bewahren?

Fragen über Fragen, die wir Ihnen gerne ganz nach Ihrer persönlichen Situation beantworten. Vereinbaren Sie doch am besten ein ersten Termin mit uns. Wir zeigen Ihnen gerne die Notwendigkeiten und Möglichkeiten im Vermögensschutz auf. Ein Anruf genügt. Getreu dem Motto: Unser Einsatz ist Ihr Gewinn!

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Uwe Martens ist Rechtsanwalt bei elixir rechtsanwälte | martens & partner, Frankfurt am Main. Er ist besonders in den Bereichen Wirtschafts- / Unternehmensrecht, Inkasso / Inkasso-Abwehr und Recht der freien Berufe (insb. Arztrecht) tätig.
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