Firma in der Krise? Hat Ihnen Ihre Hausbank eine Consulting-Firma als Unternehmensberater empfohlen?

Wie berichtet wird, entschied jüngst das Landgericht München in einem Hinweisbeschluß, daß die Deutsche Bank „sehr wahrscheinlich“ den damaligen Kirch-Konzern unter Druck gesetzt habe: „Die Deutsche Bank dürfte das Ziel gehabt haben, die Umstrukturierung der Kirch-Gruppe zu begleiten oder zumindest eine Sanierung an der Deutschen Bank vorbei zu verhindern, heißt es in einem Gerichtsbeschluss.“ Und weiter wird berichtet: „Das angeschlagene Medienimperium sollte unter das ‚Schutzschild‘ der Deutschen Bank schlüpfen, also unter Federführung der Bank umstrukturiert werden. Das wäre für das Institut ein überaus lukrativer Auftrag gewesen.

MERKE:
Egal, wie gut Ihr Verhältnis zur Hausbank ist, in der Krise verfolgt jede Bank immer nur Eigeninteressen, sprich Eigenabsicherung und Eigenverdienst. Lassen Sie sich nicht durch hoffnungsvolle Bank-Rhetorik täuschen!

Aus unseren beruflichen Erfahrungen wissen wir ebenfalls um verschiedene Fälle, in denen Banken Geschäftsführer und Unternehmer durchaus deutlich zu bestimmten Schritten und einschneidenden Entscheidungen geraten haben. Gerade wenn das Unternehmen schwierige Zeit durchmacht und die Suche nach Finanzmitteln bzw. Liquiditätsspritzen auf Hochtouren läuft, erheben Banken – besonders die jahrelang betreuenden Hausbanken – durchaus starke Forderungen, mit denen die Banken letztendlich nur eins wollen: viel Geld verdienen.

Dabei spielt der Ruf einer Bank keine Rolle: „Sparkassen geben sich gegenüber den Kunden gerne seriöser als andere Banken. Doch Anlegeranwälte berichten von Betrug, Nötigung und Untreue. Die Klagen häufen sich.“ Anderen Banken gerieren sich nicht besser, wie eine aktuelle Veröffentlichung der Verbraucherzentralen aufzeigt. Kein Wunder, daß sich die Klagen häufen.

Bei einem finanziellen Engpaß, bei einer unternehmerischen Krise oder bei einer Firmenschieflage erfolgt schon mal die bankseitige Aufforderung, eine bestimmte Beratungsgesellschaft als Unternehmensberatung hinzuzuziehen. Nicht irgendeine, sondern eine ganz bestimmte Unternehmensberatungsfirma. Die Bank habe gute Erfahrungen mit diesen oder jenen Unternehmensberatern. Mal wird die Consultingfirma nur nahe gelegt, mal wird sie vom Bankberater geradezu aufgedrängt, wenn nicht sogar faktisch erzwungen. Oder es wird Hoffnung vorgegaukelt: Die Unternehmensberatungsgesellschaft werde schon sagen, wieviel Geld erforderlich sei und welche Schritte nötig werden.

TIPP:
Behalten Sie eine gesunde Skepsis und bereiten Sie möglichst noch vor der Krise Ihre persönliche Vermögensabsicherung vor. Dann kann Ihnen in der Krise nichts genommen werden!

In allen uns bekannten Fällen waren die Bankempfehlungen langfristig kostspielige Unterfangen, die den Unternehmen Unsummen an Geld kosteten und die Inhaber oftmals jahrelang gewinnlos stellten.

Beispiel:

Eine uns bekannte Unternehmensberatung wollte für ein Gutachten sage und schreibe 132.000,00 EUR (für eine nur dreimonatige Tätigkeit). Ein renommierter Restrukturierungsprofi (Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Anwalt und Professor zugleich) bot seine Dienste für dieselbe Arbeit und Zeit hingegen für 30.000,00 EUR an. 102.000,00 EUR Differenz zum unmittelbaren Nachteil der Firma und dessen Inhaber, aber zum (mittelbaren) Vorteil der Bank! Die Bank selbst war tatsächlich über einen Bankenverband mit der Unternehmensberatung verwoben, war quasi Miteigentümer der Unternehmensberatung.

WARNUNG:
Werden Sie auf jeden Fall hellhörig, wenn Ihnen eine Bank einen Berater empfiehlt! Wählen Sie lieber einen unabhängigen Profi! Gerne können Sie uns kontaktieren, wir helfen Ihnen sofort!

Wir kennen nicht nur ein Beispiel genau dieser (und anderer) Unternehmensberatung(en), die die ohnehin schon in einer schwierigen Situation steckende Firma bis auf den letzten Cent ausnahm(en). Seien Sie gerade in der Krise auf der Hut vor Beratungsempfehlungen. Wenden Sie sich lieber an einen unabhängigen Berater!

Woran erkennen Sie einen unabhängigen und Ihnen persönlich gegenüber loyalen Berater?

Sehr einfach: Gerade in der Krise wird ein seriöser Berater Ihre persönlichen Interessen in den Vordergrund stellen und nicht die der Firma! Geschäftsführer und Inhaber von Firmen bewegen sich gerade in einer Unternehmenskrise auf einem rechtlich oft äußerst heiklen Terrain. Für Fehler müssen Sie sehr häufig mit Ihrem kompletten Privatvermögen geradestehen. Sie haften kurzum mit dem gesamten Privatvermögen, sollten Fehlentscheidungen getroffen werden.

Mit guter Beratung lassen sich vermögensschädigende Fehler in der Krise vermeiden, damit Sie und Ihre Firma wieder auf Kurs kommen. Rufen Sie uns an. Wir helfen Ihnen sofort!

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Von

Uwe Martens ist Rechtsanwalt bei elixir rechtsanwälte | martens & partner, Frankfurt am Main. Er ist besonders in den Bereichen Wirtschafts- / Unternehmensrecht, Inkasso / Inkasso-Abwehr und Recht der freien Berufe (insb. Arztrecht) tätig.
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