Steuern sparen in Oasen? Das Ende der Offshore-Gestaltung

Vermögende ließen sich lange Zeit von Steuersparmodellen verführen, die so ganz und gar nicht zu unserem deutschen Rechtssystem paßten. Die Folgen konnten Zumwinkel und nun auch bald Co. spüren. Während Zumwinkel noch mit einem blauen Auge davon kam, droht jetzt aufgedeckten aber auch künftigen Steuertricksern ein härteres Strafmaß. Dazu hat der Bundesgerichtshof das Leitmaß neu definiert und gesagt, daß ab einer Million Euro Steuerhinterziehung auf jeden Fall Freiheitsstrafe ohne Bewährung zu stehen habe. Punkt. Aus. Ende.

So manchem deutschen Vertreter auf der Liste dürfte jetzt ein kalter Schauer über den Rücken laufen. Jetzt Hilfe anzubieten und schneller als der Fiskus zu sein, ist das Gebot der Stunde und die vielleicht letzte, aber vielleicht schon verspielte Chance für eine (strafbefreiende) Selbstanzeige.

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Uwe Martens ist Rechtsanwalt bei elixir rechtsanwälte | martens & partner, Frankfurt am Main. Er ist besonders in den Bereichen Wirtschafts- / Unternehmensrecht, Inkasso / Inkasso-Abwehr und Recht der freien Berufe (insb. Arztrecht) tätig. Weitere Infos auch bei google+

1 Kommentar zu: “Steuern sparen in Oasen? Das Ende der Offshore-Gestaltung”

  1. Julian sagt:

    Die hohen Steuerabgaben trefen zwar besonders vermögende Bürger, aber eine Steuerhinterziehung um jeden Preis macht doch keinen Sinn. Die Verschärfung des Gesetzes macht Steuersündern hoffentlich endlich klar, dass Steuerhinterziehung eine Straftat ist und kein Kavaliersdelikt!

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