Abmahnungen und Forderungen von Getty Images

Getty Images ist derzeit wegen einer angeblichen Online-Abmahnwelle in den Medien. Die Bildagentur mit Sitz in London überprüft offenbar die Nutzung der von ihnen angebotenen Bildrechte im Internet. Spezielle Suchdienste können hierbei geziehlt nach Fotos im Internet suchen und anhand bestimmter Bildmerkmale ausfindig machen.

Der Nutzer wird dann häufig zunächst dirket von Getty angeschrieben und aufgefordert, Lizenzinformationen mit Kaufauftrag und Rechnungsnummer des beanstandeten Bildes zu übersenden. Geschieht dies nicht, soll ein von der Bildagentur festgelegter Betrag zur Zahlung fällig werden. Gleichzeitig wird angeboten, dass eine neue Lizenz erworben werden kann.

Ob die Forderung gerechtfertigt ist, ist oft schwierig zu beurteilen. So teilte uns ein Mandant mit, das Bild sei vor ca. 12 Jahren gekauft worden. Fraglich ist, ob Getty selbst Unterlagen über einen so langen Zeitraum aufhebt. Auch kann die Höhe der geforderten Zahlung in vielen Fällen überhaupt nicht nachvollzogen werden. Wer nicht bezahlt, soll wohl schon in einigen Fällen eine Abmahnung der Münchner Anwaltskanzlei Waldorf erhalten haben, welche auch große Musikkonzerne vertreten und Privatleute abmahnen.

Um sich effektiv gegen die Forderung von Getty Images wehren zu können, ist es erforderlich jeden einzelnen Fall genau zu betrachten. Insbesondere die Höhe der Forderung muss überprüft werden. Schließlich handelt es sich bei Einkäufen in Online-Bildagenturen häufig um sog. Stockfotos, die schon für wenige Euro mit oft weitreichenden Lizenzen zu haben sind. Wer eine Zahlungsaufforderung erhält, sollte sich daher unbedingt beraten lassen. Eine teure Abmahnung läßt sich dann in den meisten Fällen z.B. durch eine Unterlassungserklärung verhindern.

Fragen Sie uns! Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Unsere Tipps:
  • Lassen Sie im Einzelfall prüfen, ob die Forderung tatsächlich besteht und ob die Höhe der Forderung gerechtfertigt ist.
  • Sollten Sie bereits eine Abmahnung erhalten haben, dann unterzeichnen Sie nicht die anliegende Unterlassungserklärung sondern geben Sie nur eine modifizierte Unterlassungserklärung nach fachkundiger Beratung ab.
  • Rufen Sie keinesfalls beim Abmahnanwalt oder dem Forderungsinhaber an, um selbst zu verhandeln. Oft führt dies zu Äußerungen, die später zu Ihrem Nachteil werden können.
  • Lassen Sie sich unbedingt beraten. Informationen aus dem Internet sind oft nicht aktuell und gehen nicht auf die Besonderheiten des Einzelfalls ein.
Unsere Beratung erfolgt mit folgender Zielsetzung:
  • Wenn möglich oder noch nicht erfolgt: Vermeidung einer teuren Abmahnung
  • Vermeidung eines gerichtlichen Verfahrens (Schadensbegrenzung)
  • Reduzierung der Rechtsanwaltsgebühren
  • Sichere Unterlassungserklärung, um das Risiko späterer erneuter Inanspruchnahme zu minimieren
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Florian Schuh ist Rechtsanwalt und Partner bei den elixir rechtsanwälten | martens & partner, Frankfurt am Main, mit den Tätigkeitsschwerpunkten Handels-, Unternehmens- und Gesellschaftsrecht sowie Wettbewerbsrecht, Markenrecht und Erbrecht. Weitere Infos auch bei Google+

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