Markenrechte an Knut dem Eisbären streitig

Die erste Eisbärengeburt im Zoologischen Garten Berlin seit mehr als 30 Jahren wurde schnell zum internationalen Medienecho. Vor zwei Jahren war der Eisbär verstorben, doch seine Medienwirkung ist nach wie vor spürbar vorhanden.

Nun muss ein EU-Gericht darüber entscheiden, wer bei der Anmeldung der Marke „Knut – Der Eisbär“ schneller war. Es geht um Lizenzrechte und damit um die Möglichkeit, mit der Marke zukünftig Geld verdienen zu können.

Die britische Firma „Knut IP Management Limited“ wehrt sich bei der Widerspruchsabteilung des Harmonisierungsamtes der Europäischen Union Widerspruch dagegen, die Wortmarke nicht nutzen zu dürfen. Der Zoologische Garten Berlin hatte die ähnlich klingende Wortmarke „Knud“ eintragen lassen und kann somit ebenfalls das Recht für sich beanspruchen, die Marke zu nutzen.

Der Begriff  „Knut – Der Eisbär“ ist Markenrechtlich nicht uninteressant. Wer die Marke benutzen darf, kann Lizenzen zur Produktion und Vertrieb von Stofftieren, Bekleidung, Spielzeug und anderen Produkten erteilen und zugleich anderen untersagen, diese unter gleicher Bezeichnung anzubieten. Aufgrund des großen Bekannheitsgrades der Marke, dürfte diese einen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Wert haben.

Zum Thema der Bewertung der Marke „Knut – Der Eisbär“ hat Rechtsanwalt Florian Schuh bereits im März 2013 der BILD-Zeitung ein Interview gegeben, welche ebenfalls einen Artikel über den jetzt schon zweiten Rechtsstreit um den kleinen Eisbären verfassen möchte.

Eine mündliche Verhandlung wird es nach einem Verzicht der Parteien vor Gericht nicht geben. Das Gericht wird in den nächsten Monaten nach Aktenlage entscheiden. Wir werden weiter berichten.

 

Foto: © Eric Isselée - Fotolia.com
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Florian Schuh ist Rechtsanwalt und Partner bei den elixir rechtsanwälten | martens & partner, Frankfurt am Main, mit den Tätigkeitsschwerpunkten Handels-, Unternehmens- und Gesellschaftsrecht sowie Wettbewerbsrecht, Markenrecht und Erbrecht.

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