Ein Business-Plan ist wichtig für Gründer und Startups

Ein Business-Plan ist wichtig für Gründer und Startups und weit mehr als ein Papier für die Schublade. Doch von vielen Gründern wird er als lästig empfunden und notwendiges Übel um an Venture Capital oder Fördergelder zu kommen. Richtig angefangen und konsequent umgesetzt, kann der Business-Plan aber viel mehr sein. Ein guter Business-Plan ist Strategie und Handlungsanweisung für das eigene Geschäft. Viele Gründer und Startups gehen den Business-Plan falsch an. Sie legen den Schwerpunkt zu sehr auf Formalien und eloquente Prosa. Der Business-Plan ist aber weder ein Verwaltungsakt, noch soll damit das eigene Geschäft schön gedacht werden.

Ein Business-Plan ist wichtig für Gründer und StartupsDabei sind eigentlich gerade einmal fünf Punkte wichtig:

  1. Eine schonungslose Reflektion der eigenen Persönlichkeit,
  2. Produkt bzw. Dienstleistung,
  3. das Marktumfeld,
  4. das Marketing,
  5. und die Finanzen.

Wer sich ernsthaft mit sich und dem Produkt beschäftigt, wird Punkte finden, die er zuvor nicht bedacht hat und vielleicht auf unliebsame Wahrheiten stoßen. Aber auch das gehört dazu. Unternehmer und Unternehmen müssen zusammen passen. Nur so kann das gewünschte Ziel erreicht werden. Ein Business-Plan ist wichtig für Gründer und Startups, weil er diese Punkte aufzeigt und fokussiert. Als Anwälte und Gründungsberater haben wir schon einige Business-Pläne gesehen und bei der Erstellung mitgewirkt. Gerade der kritische Blick eines neutralen Dritten, kann oft zu einer völlig neuen Sichtweise auf das Unternehmen führen. Nutzen Sie diesen Vorteil. Jedes neue Unternehmen ist gerade am Anfang auch ein Abbild der eigenen Unternehmerpersönlichkeit. Es hängen viele Emotionen am eigen Produkt, die zu oft jedoch den Blick eintrüben können.

Klären Sie daher  zu Punkt 1, was Sie erreichen wollen. Welche Lebensziele Sie haben und wie wichtig Ihnen Eigenverantwortung, Team und Gemeinschaft sind. Hier kann man sich auch die Frage der richtigen Rechtsform stellen. Wer später weitere Partner und Investoren aufnehmen möchte, benötigt eine andere Gesellschaftsform als ein Einzelkämpfer. Stellen Sie unter diesem Punkt aber auch Ihre Qualifikation, Ihre Vita und eine stimmige Unternehmergeschichte dar.

Hierzu müssen die unter Punkt 2 genannten Produkte und Dienstleistungen passen. Die meisten Gründungen betreffen Dienstleistungen. Stellen Sie überzeugend dar, dass diese auch nach Jahren noch gebraucht werden und die Leistung sich nicht in einer kurzen Modeerscheinung verliert. Kümmern Sie sich um Ideenschutz (Marken, Geschmacksmuster, Patente usw.). Kann Ihre Leistung problemlos von anderen kopiert und vielleicht mit mehr Kapital schneller und weit verbreiteter angeboten werden?

Das Marktumfeld unter Punkt 3 beschreibt den potentiellen Kunden. Gehen Sie weg von Zielgruppen, hin zu Zielpersonen. Beschreiben Sie Ihren Kunden exakt und stellen Sie dar, dass es genügend Zielpersonen gibt, die mit vertretbarem und leistbarem Aufwand angesprochen werden können.

Punkt 4 gehört eigentlich an den Anfang und das Ende, denn Marketing ist das A und O. Gefragt sind bei Gründern und Startups schnelle Lösungen. Hierauf brauchen Sie Antworten!

Schließlich gilt es die Finanzen unter Punkt 5 richtig darzustellen. Kalkulieren Sie nicht zuviel ein. Nutzen Sie Liquidität keinesfalls dazu, Ihren eigenen Lebensstil zu finanzieren. Liquidität darf auch nicht mit Rentabilität verwechselt werden. Ein Zahlenteil im Businessplan hilft vielen, die Augen zu öffnen. Sind Preise auch über längere Zeit zu halten? Brauchen Marketingmaßnahmen länger als geplant? Wie lange können Sie ohne Kunden durchhalten?

Sprechen Sie uns an mit Ihrem Gründungsvorhaben. Gerne beraten wir Sie kompetent in allen Belangen der Unternehmensgründung.

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Florian Schuh ist Rechtsanwalt und Partner bei den elixir rechtsanwälten | martens & partner, Frankfurt am Main, mit den Tätigkeitsschwerpunkten Handels-, Gesellschafts- und Unternehmensrecht sowie Markenrecht.

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