Erfahrungen & Bewertungen zu elixir rechtsanwšlte Rufmord im Internet: Was l√§√üt sich machen?

Rufmord im Internet: Was läßt sich machen?

Als Anw√§lte k√∂nnen wir es schon von Berufs wegen nicht jedem recht machen: Setzen wir uns erfolgreich f√ľr die Rechte unserer Mandanten ein, ist die Gegenseite ungl√ľcklich. Der virtuelle Rufmord ist daher nur eine Frage der Zeit. Manch einer unserer Gegner meint daher, √ľber Foren, Blogs oder andere Interneteintr√§ge Zweifel an unserer anwaltlichen Reputation streuen zu k√∂nnen. Wir sehen das als Kompliment unserer erfolgreichen Arbeit an: Abzocker, die uns rechtlich nicht das Wasser reichen k√∂nnen und denen wir durch unsere Aufkl√§rungsarbeit wohl erheblich in die Quere kommen, wissen keinen anderen Weg mehr. Voil√°. Das sind wahrlich zufriedenstellende Erfolge.

Was kann man gegen Schm√§hkritik, Rufmord, Beleidigung und √ľble Nachrede im Internet machen?

Wen Beitr√§ge im Internet verletzen oder st√∂ren, hat verschiedene M√∂glichkeiten, dagegen vorzugehen: faktische wie rechtliche. Um sich zu sch√ľtzen, m√ľssen Sie zun√§chst √ľberpr√ľfen, ob Sie den Autor des Internetbeitrags ausfindig machen k√∂nnen.

Oft verstecken sich Übeltäter hinter Pseudonymen, anonymisierten Blog- oder Foreneinträgen. Dann kann man sich zunächst an den Blog- / Forenbetreiber wenden, um die E-Mail-Adresse zu erhalten. Danach ist zu recherchieren, wer hinter der Mailadresse steckt.

L√§√üt sich der √úbelt√§ter trotz Anfragen und Recherchen nicht ermitteln, ist die n√§chste Stufe zu erklimmen: Handelt es sich bei den √Ąu√üerungen √ľber Sie um falsche Tatsachen, Beleidigungen oder andere strafrechtlich relevante Punkte? Dann k√∂nnen Sie bei jeder zust√§ndigen Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen unbekannt erstatten.

TRICK:
Da die Beiträge im Internet an jedem beliebigen Ort der Welt aufgerufen werden können, können Sie die Zuständigkeit der staatlichen Ermittlungsbehörden auch beliebig auswählen! Manche Länder und manche Staaten verfolgen Internetstraftaten strenger als andere. So genießen etwa die bayerischen Strafverfolgungsbehörden einen durchaus konsequenten Ruf. Parallel können Sie sogar in anderen Staaten Strafanzeige erstatten (z. B. USA). Ob den Übeltätern dann noch das Reisen gefallen wird? РKlärt nur eine einzige der eingeschalteten Strafverfolgungsbehörden den Übeltäter auf, können Sie nun zusätzlich zivilrechtlich vorgehen.

Haben Sie Geduld mit den Ermittlungsbeh√∂rden. Fr√ľher oder sp√§ter werden sie f√ľr Sie Erfolge zeitigen. Sollte wider Erwarten eine Beh√∂rde bei den Ermittlungen nicht weiterkommen, k√∂nnen Sie eine andere Zust√§ndigkeit ausl√∂sen und erneut auf die Suche gehen lassen – gleich in welchem Land, gleich in welchem Staat. Nutzen Sie die Rechtsvielfalt zu Ihrem Vorteil!

Wem ein Anwalt zu teuer ist oder wessen Internetkritik gerade noch vertretbar erscheint, kann auch faktisch gegen die schlechten Mitteilungen im Netz vorgehen:

M√ĖGLICHKEITEN:
Informieren Sie die jeweiligen Betreiber der Foren / Blogs usw. √ľber die unangemessenen √Ąu√üerungen √ľber Sie. Bitten Sie um L√∂schung. Manch einer reagiert und hilft. Versuchen Sie, die Eintr√§ge bei den Suchmaschinen l√∂schen zu lassen. Oder verdr√§ngen Sie die negativen Suchmaschineneintr√§ge durch bessere und h√∂herrangige Sucheintr√§ge von Ihnen.

Hier liegt das Engagment ganz bei Ihnen. Geben Sie nicht auf. Ausdauer und Hartnäckigkeit ist gefragt.

Last but not least k√∂nnen Sie zusammen mit einem Anwalt einstweilige Verf√ľgungen und Klagen zum L√∂schen und Unterlassen erwirken. Die Kosten Ihres Anwalts hat der unterlegene Gegner zu zahlen.

Und wie w√ľrden Sie vorgehen? Haben Sie bereits Erfahrungen? Welche? Gerne sto√üen wir hier eine Diskussion an. Kommentieren Sie unseren Beitrag und lassen Sie uns einen Erfahrungsaustausch starten.

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Uwe Martens ist Rechtsanwalt bei elixir rechtsanwälte | martens & partner, Frankfurt am Main. Er ist besonders in den Bereichen Wirtschafts- / Unternehmensrecht, Inkasso / Inkasso-Abwehr und Recht der freien Berufe (insb. Arztrecht) tätig.

6 Kommentare zu: “Rufmord im Internet: Was l√§√üt sich machen?”

  1. Hallo Herr Martens,
    gerade aufgrund der oft schwer zu kalkulierenden Anwaltskosten, die anfallen k√∂nnen, scheuen viele den Schritt eine Klage im Ausland anzustreben. Ein kommunikative/ technische L√∂sung ‚Äď wie von Ihnen oben anskizziert ‚Äď erweist sich oftmals als kosteng√ľnstiger und in vielen Situationen auch als deutlich wirkungsvoller. Es ist aber auch klar, dass man in seinem Repertoire immer die gesamte Bandbreite ‚Äď also immer auch die juristischen Mittel ‚Äď mitbedenken sollte, um umfassend und angemessen reagieren zu k√∂nnen.

  2. Herold sagt:

    Im Falle des Bertrug- & T√§uschungsvorwurfs ein economischer Schaden enstanden ist….. der √ľber den einfachen Rufmord hinausgeht. Auch Versuche zur Kl√§rung des tats√§chlichen Sachverhaltes – kein Einlenken auf der gegenerseite erfolgt. 24 h ein √∂ffentlicher Facebook-Post kann erheblichen Schaden verursachen, wenn auch noch andere beteiligte „Hirnlose“ Behauptungen als Komentar aufstellen ….in diesem Falle von 14 Personen!

    Somit wird es unmöglich: aus meiner kleinen Hobbyzucht auf dieser Plattform Tiere zum Verkauf anzubieten! und als seriöser Verkäufer Fuss zu fassen.

    Das Thema kam durch ein Missverst√§ndniss auf, das von meinerseite auf Hinweis sofort behoben wurde. Trotzdem hat die Gegenpartei den Post weitere 24 h stehen lassen ….. und ht erst mit Androhung juristischer pr√ľfung die Posts gel√∂scht.

    Kann man trotzdem eine Schadensersatzklage erheben, wenn massiv besseren Wissens Unwahrheiten verbreitet werden, die keinerlei Grundlage haben?

    Danke !

  3. Arno Nyhmus sagt:

    Was soll denn so eine Löschung der Kommentare und Beleidgungen bringen? Der eröffnet ein neues Konto und fängt von Neuem an.
    Ich wurde in 2008 Betrogen. Der T√§ter drehte das so herum, dass ich pl√∂tzlich der Schuldige war und 1.500,- Euro Strafe zahlen musste. Das hat den erst richtig angeheizt und seit dem habe ich mit √ľbelsten Rufmord zu tun, weswegen ich schon Wohnung und Job verloren habe. Vom geposteten Kindersch√§nder auf Facebook bis hin zu Drohanrufen bei meinen Arbeitgeber was bisher alles dabei.
    Staatsanwaltschaft und Polizei stellen sich taub, obwohl ich denen eine lange Liste seiner Straftaten im Netz, auch gegen andere Leute, präsentieren konnte. Laut Schreiben vom Staatsanwalt, soll ich eine private Einigung finden. Mittlerweile bin ich Harz IV-Empfänger wegen diesem Subjekt. Bei einem Anwalt war ich, aber der hat nur die ganzen Gutscheine vom Amt abgegriffen. Gemacht hat der absolut nichts.
    Mein nächster Schritt ist definitiv Selbstjustiz, denn ich stehe an der Wand und was soll mir noch passieren.

  4. Geschädigte Person sagt:

    Es wurden Behauptungen, die den Charakter des Rufmords hatten, gegen mich auf einer Verkaufsplattform aufgestellt. Der Betreiber l√∂schte sie bis heute nicht. Die Verkaufszahlen sanken innerhalb k√ľrzester Zeit gegen null.
    Als es anfing, der Gang zur Polizei. Die sagten es sei freie Meinungs√§u√üerung in Deutschland. Nachdem es so massiv wurde, dass ich kurz davor war beim Arbeitsamt vorstellig zu werden, ging ich erneut zur Polizei. Man wollte eine ausf√ľhrliche Beschreibung. Die schickte ich, es waren 50 Seiten.
    Das Verfahren wurde eingestellt. Es h√§tte nicht den Charakter des √∂ffentlchen Interesses. Es w√ľrde sich ja „nur“ um schwelende Familienstreitigkeiten handeln, da es von einem Familienmitglied ausgeht. Der Gang zum Anwalt wurde empfohlen. Zwecks Zivilprozess.
    Ein Anwalt war ebenso wenig hilfreich. Dann solle man sich eine neue Existenzgrundlage aufbauen. Wäre doch alles nicht so schlimm.

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