Erfahrungen & Bewertungen zu elixir rechtsanwälte Problem gelöst: So umgehst Du die Schwarzgeldfalle bei BĂ€ckereien, Einzelhandel und in der Gastronomie | Unternehmensrecht & Wirtschaftsrecht - elixir rechtsanwĂ€lte - Frankfurt am Main

Problem gelöst: So umgehst Du die Schwarzgeldfalle bei BÀckereien, Einzelhandel und in der Gastronomie

Jeder weiß: SĂ€mtliche unternehmerisch erzielten Einnahmen sind zu versteuern. Wandert Geld ĂŒber den Thresen und wird es nicht in der SteuererklĂ€rung angegeben, kann es zu einem Problem mit dem Finanzamt fĂŒhren. ACHTUNG: Das gilt auch dann, wenn Mitarbeiter im Betrieb Geld vom Kunden kassieren, ohne es an den Chef abzufĂŒhren. Dann gerĂ€t der Chef in die Schwarzgeldfalle. Er hat es nicht bekommen, muss es aber versteuern. Das ist oft Thema von BetriebsprĂŒfungen.

Ich habe einmal eine mittelstĂ€ndische BĂ€ckerei beraten. Die Beratung lief ĂŒber Jahre. Die jungen Unternehmer hatten von einem Ă€lteren BĂ€cker die Firma ĂŒbernommen und gekauft. Es waren zwei Partner. Einer leitete die Backstube, der andere kĂŒmmerte sich um die Finanzen und die verwaltungstechnischen Aufgaben. Bereits beim Unternehmenskauf und den ersten Beratungen gab ich die Empfehlung, unbedingt Kameras so zu installieren, dass die Kassen in den einzelnen Filialen der BĂ€ckerei ĂŒberwacht werden können. Aus KostengrĂŒnden scheuten die jungen Unternehmer aber diese Investition.

Viele Jahre spĂ€ter kam es zu einer BetriebsprĂŒfung durch das Finanzamt. Bei klassischen Unternehmen, die mit Kassen arbeiten, mussten damals die Bargeldeinnahmen registriert werden. Am Ende des Arbeitstages mussten die Einnahmen ĂŒber das Kassensystem dokumentiert werden. Es musste der sogenannte Z-Abschlag ausgedruckt werden. Diese (tĂ€glichen) Z-AbschlĂ€ge waren zu archivieren und eben bei besagter BetriebsprĂŒfung vorzulegen.

Das Problem bei einer BetriebsprĂŒfung entsteht in dem Moment, wenn die Z-AbschlĂ€ge von den Erfahrungswerten des Finanzamtes abweichen oder wenn die Z-AbschlĂ€ge nicht bestehen bzw. unvollstĂ€ndig oder fehlerhaft sind. Dann liegt sofort der RĂŒckschluss von Schwarzgeldeinnahmen fĂŒr das Finanzamt nahe. Es kommt zu Steuerstrafverfahren und zur horrenden Nachbesteuerung. Das kann schnell immense Summen erreichen. Haben zu allem UnglĂŒck Mitarbeiter in die Kasse gegriffen und Gelder entnommen, so muss der Firmeninhaber bzw. die Firma trotzdem die Steuern hierauf zahlen.

Personalauswahl ist daher das A & O. Neben der Personalauswahl ist die tagesgenaue Dokumentation und ÜberprĂŒfung der Einnahmen absolute Chefsache. Das sollte keinem Mitarbeiter ĂŒberlassen werden. UnabhĂ€ngig von der eigenen ÜberprĂŒfung der Tageseinnahmen empfehle ich eine Überwachung der Kassen mit Kameras. Erforderliche EinwilligungserklĂ€rungen fĂŒr die Mitarbeiter erstelle ich Dir gerne.

Sollten VorwĂŒrfe der Schwarzgeldeinnahmen aufgrund unvollstĂ€ndiger oder fehlerhafter Z-AbschlĂ€ge tatsĂ€chlich erhoben werden, rettet einen nur die EntkrĂ€ftung der Schwarzgeldeinnahmen durch Nachweise einer lĂŒckenlosen Dokumentation. Zwingend erforderlich ist auch, eine Strafanzeige zu erstatten, um die GlaubwĂŒrdigkeit des eigenen Verfolgungs- und AufklĂ€rungswillens der Taten zu untermauern.

EntkrĂ€ften lassen sich Fehler oder LĂŒcken in der Dokumentation der Tageseinnahmen manchmal durch das FĂŒhren eines Betriebstagebuch es. Hier sind besondere Vorkommnisse einzutragen, die einem als Chef oder den Mitarbeitern aufgefallen sind.

o Waren bei der KassenĂŒbergabe schon FehlbestĂ€nde zu erkennen?

o Musste der Kassenraum einmal fĂŒr einen Augenblick alleine gelassen werden, weil Personalmangel herrschte?

o Kam es beim Geldwechsel oder dem ZurĂŒckgeben von Wechselgeld zu Rechenfehlern oder versehentlichen Mehrausgaben?

o SchmÀlerte sich der Warenbestand, ohne dass entsprechende Einnahmen zu verzeichnen waren?

o War ein Mitarbeiter alleine im Verkaufsbereich?

Solche und natĂŒrlich allerlei weitere Fragen sind im Betriebstagebuch zu dokumentieren, zu bestĂ€tigen und aufzuklĂ€ren. Mit einer derartigen Tagebuchdokumentation können EinzelfĂ€lle vielleicht entkrĂ€ftet werden, die eine Schwarzgeldentnahme nahelegen könnten. Allerdings verlangt das FĂŒhren eines Betriebstagebuch eiserne Disziplin. Diese Disziplin ist allerdings um LĂ€ngen gĂŒnstiger als im Rahmen einer BetriebsprĂŒfung krĂ€ftig drauf zu zahlen und der Gefahr einer Insolvenz ausgesetzt zu sein.

Neben einem Betriebstagebuch helfen Vergleichsrechnungen, mit denen Unterstellungen von Schwarzgeldeinnahmen widerlegt werden können. Auch wenn das Finanzamt ĂŒber erhebliche Vergleichsdaten aus der jeweiligen Branche verfĂŒgen mag, können doch anstĂ€ndig aufbereitete Kennzahlen ĂŒber einen Mehrjahresvergleich helfen, das Unternehmen aus dem Schwarzgeldvorwurf zu befreien. Daher empfehle ich die Aufbereitung von Kennzahlen in der Unternehmensanalyse. Sprich mich an. Ich zeige Dir, worauf hierbei zu achten ist.

Last but not least helfen bei dem Vorwurf von Schwarzgeldeinnahmen und einer drohenden Nachversteuerung nur noch Transparenz und PlausibilitĂ€tserklĂ€rungen. Im Rahmen des GesprĂ€chs zur BetriebsprĂŒfung ist gemeinsam mit dem Finanzamt aufzuklĂ€ren, worin die Fehler gelegen haben könnten. Oft lĂ€sst sich mit dem Finanzamt eine vergleichsweise Einigung treffen, wenn der Betroffene durch die SteuerschĂ€tzung ruiniert wĂŒrden.

Gerne helfe ich Dir, wie Du Deinen Betrieb und Dein Unternehmen aufzubauen und zu wappnen hast, damit Dir kein Ärger durch das Finanzamt droht, aber auch, wenn bei Dir gerade eine BetriebsprĂŒfung anstehen sollte.

Bitte kontaktiere mich ĂŒber fragen@recht-hilfreich.de oder telefonisch unter 069 95 92 91 90.

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Rechtsanwalt Uwe Martens

Uwe Martens ist Rechtsanwalt bei elixir rechtsanwÀlte | martens & partner, Frankfurt am Main. Er ist besonders in den Bereichen Wirtschafts- / Unternehmensrecht, Inkasso / Inkasso-Abwehr und Recht der freien Berufe tÀtig.

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